Museumsförderverein Tuppenhof Norbert Kallen zum neuen Vorsitzenden gewählt

Vorst · Zwar wollte der alte Vorsitzende des Museumsfördervereins Tuppenhof, Winfried Kluth, weitermachen, doch auf der Mitgliederversammlung unterlag er in einer Abstimmung Norbert Kallen.

 Helmut Rieken, Alfons Thomasen, Klaus Stevens, Norbert Kallen und Jürgen Rau (v.l.) engagieren sich für den Tuppenhof.

Helmut Rieken, Alfons Thomasen, Klaus Stevens, Norbert Kallen und Jürgen Rau (v.l.) engagieren sich für den Tuppenhof.

Foto: Wolfgang Walter

Der Tuppenhof wäre sicher nicht das, was er heute ist, wenn es den Museumsförderverein nicht gäbe. Auf der Mitgliederversammlung gab es jetzt eine Überraschung. Der Vorsitzende Winfried Kluth stand für eine Wiederwahl bereit. Aber auch Norbert Kallen zeigte Interesse an dem Amt, das er – damals als Nachfolger von Rolf Rottländer – bereits innehatte. Kallen setzte sich mit deutlicher Mehrheit gegen Kluth durch. Der frühere Caritas-Direktor verriet über sein Motiv: „Ich bin jetzt im Ruhestand und habe einfach Zeit.“ Bereits schon in den vergangenen Jahren war er immer wieder für die museale Begegnungsstätte im Einsatz gewesen, wenn auch nicht an vorderster Front. Kluth reagierte nicht mit Rückzug: Er wird auch weiterhin die Hygieneschulungen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tuppenhofs („Tuppis“), die Speisen und Getränke verkaufen, leiten.

Ein paar Stunden auf dem denkmalgeschützten Vierkanthof kann wie ein Kurzurlaub sein. Das empfinden die Besucher so. „Wir haben oft Gruppen aus Altenheimen hier. Die vielen alten Gegenstände hier wecken Erinnerungen an früher“, sagt Geschäftsführer Jürgen Rau. Ein Selbstläufer ist der Tuppenhof allerdings nicht. Die Helferinnen und Helfer werden älter, ohne das jüngere Ehrenamtler in ausreichender Zahl nachrücken. Norbert Kallen wird hier Lösungen finden müssen. Er möchte auch neue Zielgruppen erschließen, damit die Besucherzahlen eher weiter steigen als zurückgehen. Die Historikerin Britta Spieß wird im kommenden Jahr wieder eine Ausstellung organisieren. Ihr Titel: „Von der Flickschusterei zum Repair-Café“. Kallen könnte sich ein Repair-Café auf dem alten Vierkanthof sehr gut vorstellen. Der Tuppenhof ist mittlerweile gut mit moderner Technik ausgestattet: Das WLAN reicht bis in die letzten Winkel des Bauerngartens. Tuppenhof-Sprecher Klaus Stevens nennt in diesem Zusammenhang auch eine andere Innovation: „Mit Hilfe des QR-Codes können sich die Besucher über den Hof detailliert informieren, es gibt Erläuterungen für Erwachsene, aber auch für Kinder.“ Immer wieder werden dem Hof auch Gegenstände angeboten. „Unser Platz ist aber begrenzt“, erklärt Stevens und rät zu folgender Vorgehensweise: „Einfach ein Foto schicken, Britta Spieß wirft dann einen fachmännischen Blick drauf.“

Auf dem Tuppenhof laufen übrigens schon jetzt die Vorbereitungen für die wohl größte Veranstaltung, den Weihnachtsmarkt. Der kann nur funktionieren, wenn genügend Ehrenamtler im Einsatz sind. Die Finanzen sind auch beim Museumsförderverein ein Dauerthema. Magdalene Rottländer kandidierte nicht erneut als Schatzmeisterin. Ihr Nachfolger heißt Alfons Thomasen.

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