Kaarst: Neue Homepage soll Fünftklässler zur Realschule locken

Realschule Kaarst : Neue Homepage soll Fünftklässler locken

Die Realschule hat ihren Internet-Auftritt modernisiert. Für die Anmeldephase ist dieser Schritt unausweichlich.

In der ersten Februar-Woche müssen die Eltern der derzeitigen Viertklässler ihre Kinder auf einer der vier weiterführenden Schulen in Kaarst anmelden. Die Realschule Kaarst kämpft jedes Jahr darum, 50 Neu-Anmeldungen zu bekommen, um zwei fünfte Klassen bereitstellen zu können. Nun hat die Schule eine neue Homepage gelauncht. Die ersten Reaktionen sind sehr positiv.

Irgendwo im Netz gibt es sie noch, die gut 20 Jahre alte Homepage der Realschule. „Irgendwann sind die Lehrer, die diese Homepage gemacht haben, gegangen und sie wurde nicht mehr aktualisiert“, sagt Torsten Sotowic, seit Sommer 2019 Schulleiter der Realschule. Also musste eine neue, moderne Internetseite her. Denn: „Die Eltern entscheiden, wo sie ihre Kinder anmelden. Eine modern gestaltete Homepage ist dabei immens wichtig“, sagt Sotowic. Gestaltet wurde die Internetseite von der Firma „ah!“ von Frank Ahlert. Es sei eine sehr professionelle Zusammenarbeit gewesen und Frank Ahlert habe auch gute, eigene Ideen in die Visualisierung der Seite eingebracht. Für den Inhalt ist die Schule selbst zuständig, dafür haben vier Lehrer und ein Schulsozialarbeiter gesorgt. „Wir müssen aber auch der Stadt danken, die viele Mittel für verschiedene Schulen freigemacht haben. Es bleibt keine Schule auf der Strecke“, sagt Sotowic. Mit diesen Mitteln wurde die neue Homepage auf den Weg gebracht. Rund vier Monate Arbeit steckt in dem neuen Internet-Auftritt, der immer wieder aktualisiert werden muss. „Wenn grafische Elemente erneutert werden müssen, machen wir das weiterhin über den Support, die inhaltliche Bestückung machen wir aber selbst“, sagt Sotowic. Viele Eltern finden den neuen Auftritt gut, wie Sotowic auf dem Tag der offenen Tür oder dem Infoabend erfahren hat.

Dass sich genug Schüler für das Jahr 2020/21 in seiner Schule anmelden, davon ist Sotowic überzeugt. „Es gibt mehr Grundschüler, also ist die Chance auf mehr Anmeldungen hoch“, sagt er. Im vergangenen Jahr hatte die Schule bei der Stadt schon eine Sondergenehmigung beantragt, dann aber doch noch genügend Anmeldungen erhalten. Worauf Sotowic besonders Wert legt: „Die Schüler, die nicht für einen Realschulabschluss geeignet sind, können hier bei uns ihren Hauptschulabschluss machen. Wir sind aber keine Hauptschule“, stellt er fest. Deshalb nehme Im Kampf um neue Schüler sei vor allem die Gesamtschule in Büttgen der Hauptkonkurrent, nachdem dort die Hauptschule und die Realschule vor einigen Jahren zusammengelegt worden waren. „Die Zusammenlegung hatte auch Auswirkungen auf uns, weil einige Eltern ihre Kinder nach Büttgen geschickt haben, weil sie dort Abitur machen können“, so Sotowic. Doch auch die Realschule muss noch nicht das Ende der Schullaufbahn sein, wie sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt hat: „45 Prozent unserer Schüler haben eine Qualifikation, um das Abitur zu machen. Dann müssen sie aber auf eine andere Schule gehen.“