Kaarst: Neue Debatte um Reitwege-Netz

Sportausschuss in Kaarst : Neue Debatte um Reitwege-Netz

Drei Jahre später, neuer Versuch: Politik und Verwaltung greifen das Thema Reitwege wieder auf. Im Sportausschuss wurde der Präsident des Kreis-Pferdesportverbandes gehört.

Politik und Verwaltung greifen das Thema Reitwege wieder auf – zumindest gibt es erste Gespräche, wie das Netz für 700 Pferde ausgebaut werden kann. Dazu hatte der Sportausschuss am Donnerstag einen Gast geladen. Axel Hebmüller, Präsident des Kreis-Pferdesportverbandes Neuss und Mitglied im Verbandsrat des Pferdesportverbandes Rheinland, forderte von der Politik ein Bekenntnis zum Reitsport als Kulturgut. Auch im Hinblick auf die Wirtschaftskraft, schließlich gebe es 13 Reiterhöfe im Stadtgebiet, die alle Unterricht anbieten und junge Reiter ausbilden. „Es gibt genau einen Reitweg in Kaarst“, sagte Hebmüller.

Der Verbandschef schlägt vor, Trassen, die früher bereits Reitwege waren, zu reaktivieren. So könnte der Neusser Norden mit dem Süden in Richtung Rheydt verbunden werden. Im Kreis-Gebiet wären so die Reithöfe Esser, Dückers, Pannenbecker, Schifferhof mit Anbindung an die Morgensternsheide verbunden. Kritik gibt es von der SPD, die das Vorhaben gern unterstützen würde, wenn die Kosten geringer wären, vor allem, um die Wege zu pflegen. Hebmüller entgegnet, die Höfe selbst könnten für die Pflege einspringen. Bis zur nächsten Sitzung des Sportausschusses soll das Konzept des Reitsport-Experten ausgearbeitet werden. „Es ist höchste Alarmstufe, dass etwas gemacht wird“, sagt Hebmüller.

Die CDU hatte 2016 gefordert, die Reitwege in Meerbusch, Neuss-Vogelsang, Kaarst-Broicherseite, Kaarst Alte Heerstraße (nicht ausgewiesen), Vorst-Linning und Vorster Wald zu einem Netz auszubauen. Vorhandene Radwege sollten wieder instand gesetzt werden. Aufgrund der hohen Kosten mussten die Pläne verworfen werden. In seinem Vortrag  verdeutlichte Hebmüller aber auch, dass Reiter grundsätzlich alle Wege nutzen können. „Alles, was befahrbar ist, kann auch beritten werden“, sagte er.

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