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Kaarst: Neue Bestattungsform auf Friedhof möglich

Urnenstelen-Kammern : Neue Bestattungsform auf Kaarster Friedhof möglich

Das Thema „Änderung der Friedhofssatzung“ ist ein Dauerbrenner. Immerhin konnte jetzt im Bau- und Umweltausschuss ein Teilerfolg erzielt werden.

Bis zum Inkrafttreten der aktualisierten Gebührensatzung nebst Gebührentarif ergehen die Gebührenbescheide für Urnenstelen-Beisetzungen vorläufig in Bezug auf den genauen Tarif für den Ersterwerb einer solchen Urnenstelen-Kammer mit 25-jähriger Nutzungszeit. Die vorläufige Gebühr beträgt 2600 Euro, die Gebührenhöhe für die Beisetzung einer Urne in einer Urnenstelen-Kammer schlägt mit 200 Euro zu Buche.

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart zeigte sich erleichtert: „Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage nach dieser neuen Bestattungsform und wollen diese Nachfrage endlich bedienen können.“ Die Urnenstelen-Beisetzungen seien ab sofort möglich. Eine Spitzabrechnung der Gebühren werde folgen, sobald die Friedhofssatzung und die entsprechende Gebührensatzung beschlossen worden sind. Das Thema wird erneut auf die Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses kommen. Die FDP überraschte unter anderem mit der Forderung, die Reihengräber doch zu erhalten. Urnengrabstätten sollten für 15 statt für 25 Jahre vergeben werden mit der Möglichkeit zur Verlängerung.

Gar nicht gut kam auch sein Vorschlag an, Friedwald-Bestattungen zu ermöglichen. Eine Ausnahme war Heiner Hannen (Die Grünen): „Wir finden das auch interessant.“ Heinz Gerd Berns vom Grünflächenamt gab folgendes zu verstehen: „Friedwald“ ist eine geschützte Marke. Außerdem wollen wir uns „Kundschaft“ für unsere Friedhöfe nicht entgehen lassen, indem wir Bestattungen in den Wäldern zulassen – das würde die Bestattungen teurer machen.“ Sigrid Burkhart erinnerte daran, dass Kaarst sehr waldarm sei. „Wir sollten dieses Thema nicht weiter diskutieren“, regte Rainer Milde (CDU) an.