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Kaarst: Neue Automaten bereiten Kunden der Regiobahn Probleme

Beschwerden eingetroffen : Neue Regiobahn-Automaten bereiten Kunden Probleme

Seit dem 16. Juli diesen Jahres können Fahrgäste der Regiobahn ihre Tickets nur noch an den Automaten, die an den Haltestellen stehen, ziehen. Ein Kauf in der Bahn ist nicht mehr möglich. So weit, so gut.

Doch nun gibt es die ersten Beschwerden über die neue Strategie der Regiobahn. Eine Kaarsterin, die namentlich nicht genannt werden möchte, meldete sich in der vergangenen Woche bei unserer Redaktion und beschwerte sich darüber, dass sie wegen der neuen Vorgaben der Regiobahn ihren Zug verpasst habe – und nicht die einzige war an diesem Tag. „Vor mir standen zwei andere Kunden, die erst ihre Tickets ziehen mussten. Als ich dran war und mein Ticket hatte, war die Bahn schon weg“, sagte die Leserin. Also fuhr sie mit der nächsten Bahn – und sprach prompt den Kontrolleur auf die Probleme an. Dieser habe erklärt, dass er es ähnlich sieht und sich manchmal auch die Zeit vor der Umstellung der Regiobahn zurückwünsche.

Doch ein Zurück wird es nach Angaben der Regiobahn nicht geben. Und zwar aus unterschiedlichen Gründen. „Die technischen Möglichkeiten der Automaten in den Fahrzeugen sind ausgereizt“, teilte die Regiobahn auf Anfrage mit. Im Klartext heißt das: Es fehlen alternative Bezahlmöglichkeiten in den Automaten innerhalb der Bahn, da diese „nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprechen“. Außerdem weist die Regiobahn darauf hin, dass spätestens im Dezember 2019 die Verkaufsstrukturen im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr vereinheitlicht werden. Dann wird es nirgendwo mehr Tickets in den Zügen zu kaufen geben.

Dies habe aber auch Vorteile. Zum einen können an den neuen Automaten Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr gekauft werden, zum anderen kann nun auch mit EC- und Kreditkarte bezahlt werden. Außerdem sind die neuen Systeme in allen gängigen europäischen Sprachen bedienbar. Eine Rückkehr zum alten System schließt die Regiobahn daher kategorisch aus.

Die Umstellung sei lange genug im Voraus angekündigt worden, heißt es. So gab es Aufkleber in den Zügen, an den Stationen, Plakate wurden aufgehängt. Und wer die Homepage der Regionbahn aufrief, erhielt unmittelbar die Nachricht, dass es ab Juli neue Automaten geben werde. In der Praxis gestalten sich diese jedoch offenbar als äußerst schwierig.