Kaarst: Nach Vandalismus - Figur an der Feuerwache ist repariert

Nach Vandalismus in Kaarst : Beschädigte Figur an der Feuerwache ist repariert

Für den Bildhauer Wilhelm Schiefer ist es ein Happy End. Im Sommer hatten unbekannte Täter sein Kunstwerk neben der Kaarster Feuerwache beschädigt. Nun sieht es wieder so aus wie früher, denn wie Schiefer jetzt unserer Redaktion mitteilte, ist sein Werk repariert worden.

„Die Stadt hat sogar die Kosten übernommen“, sagt der Künstler. Der 83-Jährige hatte der Stadt Kaarst die scherenschnittartige Figuren-Gruppe vor rund zehn Jahren als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um sieben 1,60 Meter hohe Plastiken, die aus zehn Millimeter dünnen Eisenplatten ausgesägt worden sind. Sie wurden an der Erftstraße, Ecke Neersener Straße, platziert.

Eine Figur war jüngst von unbekannten Tätern gewaltsam nach unten gebogen worden. „Das geht bei dem dicken Eisen nicht so leicht. Da braucht man Bärenkräfte“, sagte der Künstler. Zunächst machte sich ein Fachmann ein Bild von der beschädigten Figur und beurteilte, ob und wie sie repariert werden kann. „Wichtig ist, dass man nicht sieht, dass sie repariert wurde“, sagt Schiefer, der zufrieden ist mit der geleisteten Arbeit des beauftragten Schlossers. „Ich dachte, die Reparatur wäre viel aufwendiger, aber es ist alles glatt und unkompliziert abgelaufen“, sagt der 83-Jährige. Rund 150 Euro soll es gekostet haben.

Über die Motivation der Täter kann Schiefer, der von einer Anzeige bei der Polizei letztlich absah, nur mutmaßen. Bislang seien seine Werke noch nie zerstört worden. Auch wenn er im Vorfeld der Großplastik „Brücken über den Nordkanal“, für die Schiefer ebenfalls verantwortlich zeichnet, vor gut zehn Jahren „Brandbriefe“ aus der Bevölkerung erhalten habe. Das „Gruppenbild“ neben der Feuerwache widmete Schiefer den Feuerwehrleuten und allen, die bereit sind, im Notfall ihre individuellen Bedürfnisse zurückzustellen, um sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen.

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