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Kaarst: Nabu wirbt für friedliches Nebeneinander mit Wespen und Co.

Nervige Insekten : Nabu Kaarst wirbt für friedliches Nebeneinander mit Wespen

Viele Gartenbesitzer kennen das: Gerade beim Grillen oder beim Kuchenverzehr auf der Terrasse kommen immer häufiger Wespen zu Besuch. Diese Verhaltensweisen empfiehlt der Nabu.

Während Hummeln meist toleriert werden, sorgen Wespen und vor allem Hornissen oft für heftige Reaktionen. Oft reagieren Menschen mit hektischen Schlägen oder pusten die Insekten an. Der Nabu-Ortsverband Kaarst beruhigt, die Tiere würden nur im Notfall stechen, wenn sie sich angegriffen fühlen. Carsten Braunert plädiert für ein friedliches Nebeneinander mit den Insekten: „Nur zwei der elf heimischen Wespenarten können durch ihre Vorliebe nach süßen Lebensmitteln Probleme bereiten. Die Arten sind für einen Laien kaum zu unterscheiden. Daher sollte man immer einen Wespenexperten hinzuziehen, wenn ein Wespennest umgesiedelt oder bekämpft werden soll“, sagt Braunert.

Was man tun kann, wenn die gemütliche Kaffeerunde auf der Terrasse ständig von Wespen gestört wird: „So schwierig es auch klingt – am besten ruhig bleiben. Sowohl danach Schlagen als auch Anpusten stellen für das Tier ein Alarmsignal dar und erhöhen die Stichbereitschaft“, erklärt Braunert. Um dem massenhaften Auftauchen der Tiere im Vorfeld vorzubeugen, helfen bereits einfache Maßnahmen: Getränke und Speisen sollten abgedeckt werden, für Gläser eignen sich zum Beispiel Bierdeckel. Kinder sollten ihre süßen Getränke nur mit einem dünnen Strohhalm trinken. Fallobst sollte rechtzeitig aufgesammelt werden. Vorsicht ist geboten beim Umherlaufen mit nackten Füßen. Außer für Allergiker seien Wespenstiche nicht weiter gefährlich, allerdings ziemlich schmerzhaft. „Dass drei Hornissenstiche einen Menschen und fünf ein Pferd töten, ist ein leider wohl unausrottbares Märchen. Im Rachenraum können Wespenstiche allerdings lebensbedrohlich werden“, erklärt Braunert.

Wenn man trotz aller Vorsicht doch einmal gestochen werden sollte, sollte eine halbe Zwiebel oder Zitrone auf den Stich gedrückt werden, um das Insektengift zu neutralisieren.