Kaarster Stadtgebiet Nabu hängt 20 Fledermauskästen auf

Kaarst · Die Nabu-Ortsgruppe Kaarst-Korschenbroich hat im Stadtgebiet 20 neue Fledermauskästen aufgehangen. Doch das soll erst der Anfang gewesen sein.

 Neue Zufluchtsorte für Fledermäuse in Kaarst.

Neue Zufluchtsorte für Fledermäuse in Kaarst.

Foto: Nabu Kaarst-Korschenbroich

Einen guten Ruf haben Fledermäuse bei vielen Menschen nicht. Als Vampire oder Ungeheuer werden sie oft gesehen. Dabei sind sie interessante, wertvolle und nützliche Tiere im großen Kreislauf der Natur. Viele Menschen haben schon in lauen Nächten die still scheinenden Säugetiere vorbeihuschen  sehen.

Lautlos sind sie aber nicht, sondern im Gegenteil: Fledermäuse machen ständig Lärm. Nur können Menschen die Ultraschalllaute, mit denen sie Insekten aufspüren und verzehren, nicht hören. Die Zwergfledermaus ist beispielsweise nur rund fünf Gramm leicht, frisst pro Nacht aber bis zu 1000 Mücken  und stößt auf der Jagd ständig Laute von 43 bis 45 Kilohertz aus.

Früher fanden die 25 Arten, die es in Deutschland gibt, in Scheunen, Ställen, alten Häusern, alten und  morschen Bäumen Unterschlupf. Nun brauchen sie menschliche Unterstützung. Deshalb hat die Nabu-Ortsgruppe Kaarst-Korschenbroich es sich zur Aufgabe gemacht, Fledermauskästen in Kaarst aufzuhängen. 20 Kästen, die in Handarbeit mit Hilfe der Holzwerker der Senioreninitiative gebaut wurden, hängen bereits, weitere 30 sollen folgen.

„Mit Fledermausdetektoren bewaffnet versuchen wir, die unterschiedlichen Arten aufzuspüren. Das ist ein spannendes Abenteuer, bei dem wir noch viel zu lernen haben“, erklärt Ulrike Silberbach vom Nabu Kaarst-Korschenbroich.

(NGZ)