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Kaarst: Nabu empfiehlt Alternativen zu Streusalz

Bei Schnee und Frost : Nabu Kaarst empfiehlt Alternativen zu Streusalz

Streusalz schadet der Vegetation, dem Boden und dem Grundwasser. Der Nabu-Ortsverband Kaarst zeigt daher Alternativen für Bürger auf, um Straßen und Gehwege winterfest zu machen.

Im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre werden laut Landesbetrieb Straßen.NRW 85.000 Tonnen Streusalz an Bundes- und Landstraßen gestreut, sobald es schneit oder friert. Das garantiert freie Fahrt für die Bürger, schadet aber der Vegetation, dem Boden und dem Grundwasser.

Zudem greifen beim Winterdienst auch Privatleute gerne zum Streusalz, obwohl dies in den meisten Kommunen verboten ist und es umweltfreundlichere Alternativen gibt. Carsten Braunert von der Nabu-Ortsgruppe Kaarst empfiehlt Privathaushalten deshalb die Verwendung von salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Granulate, Split, Sand oder Kies. Denn Salz ist laut des Nabu Kaarst alles andere als harmlos.

Das Salz versickert mit dem Schmelzwasser im Boden und schädigt die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern am Straßenrand. Dadurch wird deren Nährstoffhaushalt gestört und sie werden anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Die Folgen zeigen sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn salzgeschädigte Straßenbäume trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen. Über die Kanalisation gelangt die Salzbrühe auch in Bäche und Flüsse und kann dort Süßwasserfische und Kleintiere schwächen. Außerdem trägt es zur Versalzung des Grundwassers bei. Bei Haustieren kann das Salz am Boden zu wunden Pfoten führen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Fahrzeugen.

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Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt getestete Produkte, die mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel – weil salzfrei“ versehen sind. Wer das Streugut nach dem Einsatz zusammenkehrt und für den nächsten Einsatz aufbewahrt, schont auch noch den Geldbeutel.

Nur bei Eisregen sieht Carsten Braunert auf Treppen und Rampen wenig Alternativen zum Salz, allerdings sollte es sparsam eingesetzt werden. Bereits ein Esslöffel Salz mit einer guten Handvoll Sand gemischt helfe in solchen Situationen.

(Kaarst)