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Kaarst: Musical "Moulin Rouge" war ein Fest für die Sinne

Musical „Moulin Rouge“ in Kaarst : Ein Fest für die Sinne

Das Musical „Moulin Rouge“ begeisterte an zwei Tagen rund 800 Zuschauer.

Das sonst so nüchterne Albert-Einstein-Forum wurde am Wochenende zweimal zum legendären Nachtclub  Moulin Rouge. Insgesamt knapp 800 Besucher wollten sich die aufwendige Inszenierung der Musikschule Mark Koll nicht entgehen lassen – sie sollten nicht enttäuscht werden.

Es war ein Gesamtkunstwerk, für das es reichlich Applaus geben sollte: Etwas im Verborgenen das zwölfköpfige Orchester mit Mark Koll am Keyboard, ein stabiler Pfeiler der Musicals. Optisch fast schon berauschend, weil in ein Meer von Farben getaucht, mit verrückten Kostümen und jeder Menge Spielfreude: Der Chor, zum großen Teil bestehend aus Eltern der Musikschüler – er hatte keine geringere Aufgabe, als die Revolution der Bohème in Paris gegen Ende des 19. Jahrhunderts rüberzubringen, das rauschende Leben, aber nicht nur was für das Auge, sondern auch für die Ohren zu bieten. Das Musical, das auf dem gleichnamigen Film basiert und das erst im Juli 2018 in Boston uraufgeführt wurde, bietet Musik und Spannung, schließlich liegt ein Auftragsmord in der Luft. Satine, souverän verkörpert von Nadine Poß, ist das Tanzen in der Rotlicht-Mühle leid, träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Das komödiantische Element in diesem Musical: Sie verwechselt den armen Schriftsteller Christian (Christian David Pasztor) mit dem – heute würde man sagen – Investor: Der Duke, ein machtgeiler Unsympath (Mike Frajese), möchte als Gegenleistung für sein finanzielles Engagement über die schöne Satine verfügen. Die junge Frau verliebt sich aber in den armen Schriftsteller, dem der Duke daraufhin nach dem Leben trachtet. Die Inszenierung voller Musik und Farben spricht so ziemlich alle Sinne an, die Konfettikanonen, die auf die Zuschauer abgeschossen werden, lassen sie an der Glamourwelt teilhaben, einer harten Welt: Madame Zidler (Martina Taube) verlangt, dass sich ihre Tochter Satine mit Duke unterwirft – des Geschäfts wegen.