Kaarst: Michael Dohren genießt das Schützenfest in Vorst

In Vorst neigt sich die Schützenfest-Saison in Kaarst dem Ende entgegen : Vorst feiert ein rauschendes Schützenfest

Vor 15 Jahren kündigte er es an, jetzt ist Michael Dohren Schützenkönig. Und im Zelt wurde ein Geburtstag gefeiert.

Es ist immer das gleiche, wenn in Vorst Schützenfest gefeiert wird: voller Festplatz mit beachtlichen fünf Karussells, darunter die Klassiker Autoscooter und Raupe, und selbstverständlich auch ein volles Festzelt. Die Freunde des Sommerbrauchtums lassen nichts anbrennen, wenn das letzte Schützenfest der Saison im Kaarster Stadtgebiet gefeiert wird. Mittendrin ein gutgelaunter Schützenkönig: „Es läuft alles super, ich habe noch keine Sekunde bereut, Vorster Schützenkönig zu sein“, erklärte Michael Dohren. Königin Ulrica begeistert das „Volk“ mit ihrem Charme, ihrer guten Laune – und ihrem guten Geschmack, was ihre Garderobe betrifft. Am Samstag gab sie sich klassisch-elegant in blauer Hose und weißer Bluse, gestern Abend fiel sie mit ihrem magentafarbenen langen Kleid auf – und sie verspricht, noch einen draufzulegen.

Wenn der Schießmeister Schützenkönig ist, muss ein anderer seinen Job machen: Armin Deinzer hat ebenfalls die Lizenz, fachgerecht mit der Böllerkanone umzugehen. Er böllerte am Samstag das Schützenfest ein – bereits zwei Tage zuvor hatte er die königliche Residenz eingeböllert. Sie wurde an der Waldstraße errichtet, auf dem Grundstück der Eltern des Königs. Der Fassbieranstich hatte im vergangenen Jahr nicht so ganz geklappt, Präsident Thomas Schröder hatte etliche Spritzer des kostbaren Gerstensaftes auf seine Uniform abbekommen. Sein Jägerzug „Heideröschen“ hatte ihm deshalb eine Schürze geschenkt, die er sich auch umgebunden hatte – und diesmal verlief der Fassbieranstich problemlos. Die 150 Lebkuchenherzen für die Kinder waren ebenso schnell weg wie die Gratis-Chips für die Fahrgeschäfte. Minister Frank Schnitzler zeigte sich glücklich und generös. Glücklich, weil sich Schützenkönig Michael Dohren sehr schnell als sehr „pflegeleicht“ erwiesen hat, generös, weil die Königin und die Ministerfrauen um 22 Uhr immer eine halbstündige Auszeit bekommen – die wird genutzt, um mit den übrigen sechs „Weiber von Sinnen“ an der Theke einen Jägermeister zu trinken. Ministerin Nicola Beckhoff feierte am Samstag ihren 49. Geburtstag im Zelt – als Geschenk gab es eine Jägermeister-Torte und einen Tusch vom Regiment. Für das Geburtstagskind ist es nichts Außergewöhnliches, im Festzelt Geburtstag zu feiern, wenn auch nicht auf der Bühne.

Der Schützenkönig bekam von Gerd Schiefer eine Antonius-Skulptur aus Holz überreicht. Schiefer war 1984/85 der erste Jungschützenkönig der Vorster St.-Eustachius-Schützenbruderschaft. Er gratulierte mit 20 anderen ehemaligen Jungschützenkönigen der Majestät, die vor 15 Jahren Jungkönig gewesen ist. Was zur guten Stimmung beitrug: Am Montag soll es definitiv einen Schützen geben, der den Königsvogel abschießen möchte. Eine hohe Auszeichnung erhielt Gerd Dicks. Er bekam den Hohen Bruderschaftsorden verliehen, ebenso wie Wolfgang Hannen und Frank Fischer. Über das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz freuten sich Johannes Mertens und Herbert Heimes.

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