Königs- und Oberstehrenabend Letzte Vorbereitungen für das Schützenfest in Büttgen

Büttgen · Am kommenden Wochenende feiert Büttgen Schützenfest. Mit dabei: 670 Schützen, 260 Musiker und neue Hubertuszüge. Doch auch Fußballfans sind willkommen. Was geplant ist.

 Schützenkönig Helmut III. Jeschke (Mitte) freut sich auf das bevorstehende Schützenfest in Büttgen.

Schützenkönig Helmut III. Jeschke (Mitte) freut sich auf das bevorstehende Schützenfest in Büttgen.

Foto: Michael Ritters

Am kommenden Wochenende wird in Büttgen Schützenfest gefeiert. Letzte Vorbereitungen und erste Ehrungen wurden traditionell auf dem Königs- und Oberstehrenabend am Samstag vorgenommen. Fest steht: Am Schützenfest-Samstag wird Fußball im Festzelt eine Rolle spielen. Und: Das Corona-Tief ist überwunden. Einzelne Züge sind gewachsen und mit den „Theken-Athleten“ marschiert jetzt zum ersten Mal ein neuer Hubertuszug mit. Insgesamt werden rund 670 Schützen und 260 Musiker durch die Straßen von Büttgen ziehen.

Das Schützenkönigspaar Helmut III. Jeschke und Andrea Jeschke-Franke mit den Ministerpaaren Hans Hubert und Susanne Schmitz sowie Matthias und Gisela Höntges fiebern dem Fest ebenso entgegen wie das Jungschützenkönigshaus, bestehend aus dem Königspaar Leonhard Eicker und Paulina Reibel sowie den Ministerpaaren Leon Amrath mit Lena Trappmann und Daniel Beckers mit Mara Günther.

Oberst Reinhard Block hatte eine nicht so gute Nachricht: „Mein Adjutant Karl Roeben kann dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mitreiten.“ Das sei auch deshalb so schade, weil Roeben in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Block verzichtet jetzt auf seinen treuen Adjutanten, er wird nicht ersetzt.

Am Donnerstag treffen sich die Schützen um 14.30 Uhr an der Pampusschule zum Maienschlagen. Der Oberst freut sich auf „zackige Paraden und Umzüge, so wie wir das hier in Büttgen gewohnt sind“. Er äußerte aber auch Kritik: Den neuen Hubertuszug klärte er auf, dass zum schwarzen Anzug schwarze Socken gehören. Eine gravierendere Kritik, fast schon ein Aufreger: „Mittlerweile besuchen mehr Schützen die Schützenmesse, nachdem ich gebetsmühlenartig darauf hingewiesen habe“, erklärte Block. Was ihn ärgert: „Viele Schützen lösen sich aus dem Zug, verdünnisieren sich und prosten einem dann auch noch zu.“ Beim Zapfenstreich auf dem Rathausplatz auf die Toilette zu gehen, sei in Ordnung, unter der Voraussetzung, anschließend wiederzukommen. Einzig für Schützen mit gesundheitlichen Einschränkungen sei es in Ordnung, den Weg abzukürzen.

Zum Thema Fußball: Wenn die Deutschen Gruppen-Erster werden, wird das Spiel am Samstag um 21 Uhr im Zelt übertragen. Werden sie Gruppen-Zweiter, erfolgt die Übertragung bereits um 18 Uhr.

Einige Züge feiern hohe Jubiläen: Der Jägerzug „Heideröschen“ wird 70 Jahre alt, die folgenden fünf Züge feiern ihr 75-jähriges Jubiläum: Die „Braven“, „Heimattreue“, „Jan van Werth“, „Komm nie no hus“ und „Selde Blömkes“. Der Grenadierzug „Rheintreue“ wurde vor 100 Jahren gegründet. Ein Regimentsorden wurde Uwe Kluth vom Grenadierzug „Rheintreue“, Sebastian Piron (Jägeradjutant), Willi Reckmann vom Grenadierzug „De Büttscher Boschte“ und Michael Tillner vom Jägerzug „Heideröschen“ verliehen.