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Kaarst: Landjugend bringt Hinweis zu mehr Rücksicht auf Feldwegen an

Aktion der Kaarster Landjugend mit dem Ortslandwirt : Warum auf Kaarster Wirtschaftswegen Kreidehinweise zu sehen sind

Johannes Küppers hat gemeinsam mit der Landjugend die Wirtschaftswege an rund zehn Stellen im Stadtgebiet mit Kreide markiert. Das steckt hinter der Aktion.

An rund zehn Stellen im Kaarster Stadtgebiet ist am Samstag ein Hinweis mit Kreide aufgebracht worden, dass Landwirte, Radfahrer und Spaziergänger mehr Rücksicht aufeinander nehmen sollen. Initiiert wurde die Aktion von Ortslandwirt Johannes Küppers, der katholischen Landjugend und der Stadt Kaarst. Rund zehn Personen waren am Samstag vor Ort und zeichneten mit Kreide eine Schablone aus, um den Hinweis auf den Feldwegen entlang der Hofradeln-Route aufzubringen. Die Kreide war dabei FCKW-frei, pflanzenverträglich und organisch abbaubar, wie die Stadt am Montag mitteilte.

„Wir wollen mit dieser Aktion darauf hinweisen, dass die Wirtschaftswege gerade zu Corona-Zeiten von vielen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern genutzt werden“, erklärt Ortslandwirt Johannes Küppers unserer Redaktion. Zu lesen ist nun an zehn Stellen auf den Feldwegen in Kaarst, Vorst, Driesch, Büttgen und Holzbüttgen der Satz „Rücksicht macht Wege frei. Danke, Ihre Landwirte“. Die gegenseitige Rücksichtnahme klappe laut Küppers schon ganz gut, durch die Pandemie sei die Zahl der Spaziergänger und Fahrradfahrer auf den Feldwegen aber drastisch gestiegen, erklärt Küppers. „Wir Landwirte nehmen Rücksicht, wenn wir mit unseren großen Maschinen über die Wege fahren. Das gleiche erwarten wir aber auch von den Radfahrern oder Spaziergängern“, erklärt Küppers. Noch immer beobachtet er, dass sich Radfahrer und Fußgänger darauf verlassen, dass der „Stärkere“ ausweicht. Dabei sollten auch Radfahrer zwischendurch mal absteigen und Hundebesitzer ihr Tier an die Leine nehmen, wenn ihnen ein Traktor oder Mähdrescher entgegenkomme.

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Gerade die Hundebesitzer haben sich in der Pandemie vermehrt. „Wir beobachten, dass viele Menschen mit jungen Hunden unterwegs sind“, sagt Küppers. Auf den Wirtschaftswegen gilt zwar keine Anleinpflicht, allerdings sollten die Besitzer ihren Hund rechtzeitig zurückrufen können, damit er nicht vor eine große Maschine läuft, so der Ortslandwirt. Die Wege wurden zudem für das Hofradeln am 12. Juni markiert. Dann werden im Rahmen des Stadtradelns eine ganze Reihe landwirtschaftlicher Betriebe angefahren, die einen Hofladen haben.