Gewerbegebiet Kaarster Kreuz in Holzbüttgen Richtfest für das Landesrechenzentrum in Kaarst

Holzbüttgen · Nur rund acht Monate nach der Grundsteinlegung hat das Landesrechenzentrum im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz den nächsten Meilenstein erreicht. Am Dienstag wurde Richtfest gefeiert, bei dem traditionell die Handwerker im Fokus stehen.

Nur acht Monate nach der Grundsteinlegung wurde auf der Baustelle des Landesrechenzentrums im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz am Dienstag das Richtfest gefeiert.

Nur acht Monate nach der Grundsteinlegung wurde auf der Baustelle des Landesrechenzentrums im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz am Dienstag das Richtfest gefeiert.

Foto: Melanie Zanin/Melanie Zanin(MZ)

Wenn ein neues Gebäude entsteht, gibt es verschiedene Meilensteine: Zuerst wird die Grundsteinlegung gefeiert, dann folgt das Richtfest, ehe die Übergabe des Gebäudes an den Nutzer gefeiert wird. Das Landesrechezentrum im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz in Holzbüttgen hat nun den zweiten dieser Meilensteine erreicht: Am Dienstag wurde Richtfest gefeiert. Kostenpflichtiger Inhalt Und das nur acht Monate nach der Grundsteinlegung im vergangenen Oktober.

 Die beiden Poliere Hilmi Kortuglu und Gerd Volkert sagten den obligatorischen Richtspruch auf und stießen auf den Bau und die Handwerker an.

Die beiden Poliere Hilmi Kortuglu und Gerd Volkert sagten den obligatorischen Richtspruch auf und stießen auf den Bau und die Handwerker an.

Foto: Melanie Zanin/Melanie Zanin(MZ)

Bevor die beide Poliere Hilmi Kortuglu und Gerd Volkert den obligatorischen Richtspruch vornahmen und danach auf das Wohl des Bauherren sowie des Nutzers des Gebäude-Komplexes – das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen – anstießen, gab es viele warme Worte vor allem in Richtung der Handwerker. Jens Kreiterling, Vorstand des Bauherren Landmarken AG, nannte das Richtfest einen weiteren „Meilenstein“. „Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass solche Bauwerke in der heutigen Zeit mit einem guten Miteinander entstehen“, so Kreiterling. Die positive Stimmung bei der Grundsteinlegung habe sich weiter manifestiert: „Das ist bei einer solchen komplexen Baustelle nicht selbstverständlich.“ Bei der Grundsteinlegung schoss Kreiterling ein Selfie, auf dem viele Offizielle zu sehen waren. „Ich möchte auf dem Foto, das ich jetzt schieße, viele gelbe Westen und Helme sehen“, forderte er. Und das sollte er auch bekommen.

Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, nannte die Geschwindigkeit, in der der Bau hochgezogen wurde, „atemberaubend“. Die Grundlage für einen guten Service der rund 18 Millionen Einwohner in NRW sei ein „gut funktionierendes Rechenzentrum“, so Günnewig. „Es wird das leistungsfähigste Rechenzentrum in ganz Deutschland sein. Wir sind Vorreiter im Vergleich zu den anderen Finanzbehörden“, sagte der Staatssekretär. Dass das Landesrechenzentrum mitten im Rheinischen Revier entsteht, sei ein großer Vorteil. „Hier laufen zwei große Datenautobahnen durch, deswegen ist die Standortentscheidung nur folgerichtig“, erklärte Günnewig. Das Gebäude soll im Jahr 2026 fertiggestellt sein, 2025 aber soll bereits der Rechenzentrumsbetrieb starten.

Seine ersten Grußworte richtete Michael Rauterkus, Leiter des Rechenzentrums der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, an die Handwerker. „Seit den ersten Erdarbeiten haben Sie eine herausragende Leistung erbracht“, lobte er den bisherigen Verlauf der Baustelle. „Ein Rädchen greift ins andere, nur deswegen sind solche Baufortschritte binnen acht Monaten möglich“, so Rauterkus weiter. Das neue Rechenzentrum biete seinen Mitarbeitern die „modernsten IT-Arbeitsplätze weit und breit, zugleich liefern wir einen großen Baustein zur Digitalisierung und Transformation im Rheinischen Revier“.

Hendrik Bettenworth, Mitglied der Geschäftsleitung und Leitung Baumanagement bei der Landmarken AG, stellte den Umweltgedanken des Rechenzentrums in den Vordergrund. „Kostenpflichtiger Inhalt Das Rechenzentrum nutzt Geothermie und kann somit einen klimaneutralen Betrieb gewährleisten. Das ist ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz und zeigt, dass wir als Projektentwickler nicht nur in technologischer Hinsicht, sondern auch in ökologischer Verantwortung Vorreiter sind“, sagte er. Auch sei Bettenworth stolz darauf, dass die Baustelle sicher ist: Bis heute habe es keine schwere Verletzung gegeben.

Zum Schluss des öffentlichen Teils zitierte Mike Goncz, Niederlassungsleiter bei ZECH Bau SE in Köln, aus dem „Kölschen Grundgesetz“. Erstens: „Et es wie et es“ – damit spielte Goncz auf die Unveränderbarkeit des Gebäude-Komplexes an, „an dem wir gar nichts ändern wollen“. Zweitens: „Nix bliev wie et wor“ (nichts bleibt, wie es war). „Es soll nicht alles so bleiben, wie es gerade hier ist. Es ist noch viel Arbeit möglich“, so Goncz. Drittens: „Drinkste ene met?“ Diese Aufforderung ließen sich die Gäste und Handwerker nicht zweimal sagen.