Ausstellungsverbot im Lockdown Kaarster Künstler strahlen Optimismus aus

Kaarst · Ausstellungen werden in Kaarst derzeit nicht eröffnet. Doch die Künstler bereiten schon die Zeit nach dem Lockdown vor. Die Galeristen sind optimistisch, dass es ein besseres Jahr wird.

 Stefan Fries steht neben einem Bild von Laura Bofill. Dieses und alle anderen Bilder der spanischen Künstlerin wurden bis Mitte Dezember verkauft.  Archiv: Georg Salzburg

Stefan Fries steht neben einem Bild von Laura Bofill. Dieses und alle anderen Bilder der spanischen Künstlerin wurden bis Mitte Dezember verkauft. Archiv: Georg Salzburg

Foto: Georg Salzburg (salz)

Ausstellungseröffnungen gibt es derzeit keine – aber durchaus Vorbereitungen für die Zeit nach dem Lockdown. Die große Depression ist bei den Ausstellungsmachern ausgeblieben. Stefan W. Fries, der sich auf spanische Kunst spezialisiert hat, hat im Dezember so positive Erfahrungen gemacht, dass die gute Stimmung bis jetzt nachwirkt: „Die Ausstellung von Laura Bofill sollte eigentlich bis zum 15. Januar dauern. Aber die 18 Bilder waren bereits Mitte Dezember ausverkauft, so etwas hat es noch nie gegeben.“ Dabei hatte er auf eine klassische Ausstellungseröffnung verzichtet und individuelle Termine vergeben. Erstmals sollen in seiner Galerie auch Skulpturen von Julián Ortiz zu sehen sein. Die Exponate sollen bald eintreffen. „Wir sind eigentlich guter Dinge“, sagt Stefan W. Fries.

Wilfried Thielemann macht seit Oktober 2011 immer wieder sein lichtdurchflutetes Haus zum ArtRaum Thielemann. „Es ist, wie es ist“, erklärt er gefasst. Langeweile habe er keine gehabt. Sein Credo: „Wir müssen einfach auf bessere Zeiten warten.“ Vor fast zehn Jahren war Günther Haug der erste Künstler, den der Kaarster in seinem Haus präsentierte. „Haug steht schon in den Startlöchern. Er wird der erste Künstler sein, den ich nach dem Lockdown zeigen werde“, sagt Thielemann. Brigitte Splettstößer gibt ab und zu ein Lebenszeichen in Form einer Künstlerbiografie von sich. „Nach dem Lockdown möchte ich die Ausstellung ‚Kleine Formate’ noch zwei Wochen lang zeigen. Anschließend werden dann Arbeiten von Stephanie Hermes aus Korschenbroich und Doris Tsangaris aus Haan zu sehen sein“, verrät sie. Für September ist eine Ausstellung mit Werken von Kajar el Attar aus Berlin und dem Düsseldorfer Künstler Aljoscha geplant.

Und wie geht es mit der Städtischen Galerie weiter? „Im ersten Halbjahr bleiben wir noch sehr vorsichtig mit unseren Planungen“, erklärt Pressesprecher Peter Böttner. Eigentlich sei für das letzte Mai-Wochenende die kreisweite Aktion „Arbeitsplatz Kunst“ geplant. Es gebe Überlegungen, den Termin zu verschieben.

Für das zweite Halbjahr sind Ausstellungen geplant, die eigentlich schon im vergangenen Jahr gezeigt werden sollten. „Beginnen würden wir mit den Künstlerinnen Karin Brosa und Nathalie Port im August“, verrät Böttner, der gleichzeitig ankündigt: „Nach jetzigem Stand planen wir den Mappentag der Kaarster Künstler, der am 18. September stattfinden könnte.“ Es gibt also Hoffnung für die Kunstfreunde aus Kaarst und Umgebung.

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