Kaarst: Kreis stellt Halter von Kovasz-Hunden neues Ultimatum

Beschwerden in Kaarst : Kreis stellt Halter von 18 Kuvasz-Hunden neues Ultimatum

Die Geschichte rund um die fragwürdige Hundehaltung auf der Grünstraße in Kaarst geht in die nächste Runde. Der Kreis hat den Besitzern eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt. Bisher gab es keine Reaktion. Der Kreis stellt nun ein neues Ultimatum.

Bis zum 15. August sollen die Halter mittels einer Ordnungsverfügung die Zahl der Hunde auf maximal zwei Tiere reduzieren. „Sollte dies bis zum Ablauf dieser Frist nicht erfolgen, werden die Tiere den Eigentümern fortgenommen“, teilte die Behörde auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Von Ende März bis Juli war es zu Beschwerden wegen der fraglichen Hundehaltung an der Grünstraße gekommen. Danach nahm das Kreisveterinäramt umgehend angemeldete und unangemeldete Kontrollen vor und besprach gemeinsam mit den Haltern Lösungsmöglichkeiten. Zudem erteilte die Behörde den Besitzern mündliche Auflagen mit. Einige davon wurden von den Haltern auch bereits umgesetzt: die Vorstellung von Welpen beim Tierarzt, Nahrungsumstellung und Hygieneverbesserung. „Tierschutzrechtlich zu beanstanden bleiben vor allem ungeeignete Platzverhältnisse, das mangelnde Ausführen und die damit verbundene fehlende Sozialisation der Hunde“, heißt es vom Kreis.

Aus Sicht der Stadt ist die Situation an der Grünstraße in der jetzigen Form nicht hinnehmbar. „Eine Hundehaltung/Hundezucht, wie sie das zuständige Kreisveterinäramt vorgefunden hat, ist nicht mit dem Charakter eines allgemeinen Wohngebietes vereinbar“, hatte Stadtsprecher Peter Böttner zu dem Vorfall, der vor rund zwei Wochen an die Öffentlichkeit kam, gesagt. Zusätzlich laufen Bußgeldverfahren gegen den Hundehalter wegen der Lärmbelästigung im genannten Bereich. Ziel der Stadt Kaarst ist, „die Zahl der Hunde und damit die zu erwartende Belästigung für die Nachbarschaft innerhalb der eigenen Zuständigkeit deutlich zu verringern“, so Böttner.

Bereits Ende Januar 2015 erreichten das Kreisveterinäramt erstmals mehrere Beschwerden über die Hundehaltung an der Grünstraße. Ende Februar sei dann nur noch festgestellt worden, dass das Haus geräumt wurde.

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