Kaarst: Konvertergegner fordern Rückendeckung von Ansgar Heveling

Bundestagsabgeordneter: Konvertergegner fordern Rückendeckung von Heveling

Die Bürgerinitiative „Kein Konverter in Kaarst und Neuss“ hat sich im Hinblick auf den Standort des geplanten Doppelkonverters mit einem Brief direkt an den Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling gewandt.

Darin fordern die Mitglieder den CDU-Politiker auf, sein Engagement in Fragen des Standortes zu präzisieren und sich klar gegen die von Amprion favorisierten Standorte an der Dreiecksfläche in Kaarst sowie der Fläche in Osterath auszusprechen. Stattdessen solle sich Heveling für einen Standort im Braunkohlegebiet stark machen. „Damit setzen Sie sich für Bürger ein, die – vor allem in Kaarst – bereits jetzt erheblichen Belastungen durch massiv gesteigerte Flugbewegungen in der Einflugschneise des Flughafens Düsseldorf, zwei intensiv befahrene Autobahnen mit einem großen Autobahnkreuz sowie Bahnverkehr ausgesetzt sind“, heißt es in dem Brief. Die Initiative befürchtet, dass durch den Bau des Konverters das Naherholungsgebiet „vernichtet“ würde.

Gleichzeitig bedankte sich die Initiative für die deutliche Kritik Hevelings an der Vorgehensweise des Netzbetreibers Amprion. Heveling hatte vor allem die fehlende Transparenz bei der Suche nach einem Standort für den Konverter kritisiert. Die Änderung, dass die Stromtrasse bis zum Netzverknüpfungspunkt nicht mehr als Freileitung, sondern als Erdverkabelung erfolgen soll, habe der Netzbetreiber zum Anlass genommen, bereits bestehende Gutachten zusammenzufassen, „man könnte auch sagen: zurechtbiegen“, schrieb Heveling vor zwei Wochen in einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Im Zuge dessen habe Amprion auch Kriterien verändert: so reduzierte das Unternehmen die ursprünglich angesetzten 500 Meter Abstand zur Wohnbebauung auf 400 Meter. Dadurch rückte der Standort Osterath im Gutachten weiter nach vorne.

(seeg)
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