Königs- und Generalitätsehrenabend Kaarster Bruderschaft läutet Schützenfest ein

Kaarst · Mit dem Königs- und Generalitätsehrenabend hat die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft den Startschuss für das Schützenfest in zwei Wochen gegeben. Die Stimmung war gut – und beim Fackelzug blieb es trocken.

Schützenkönig Hans-Joachim Dicken (M.) freut sich gemeinsam mit Präsident Claus Schiffer (l.) und General Klaus Gehlen auf das Kaarster Schützenfest.

Schützenkönig Hans-Joachim Dicken (M.) freut sich gemeinsam mit Präsident Claus Schiffer (l.) und General Klaus Gehlen auf das Kaarster Schützenfest.

Foto: Melanie Zanin/Melanie Zanin(MZ)

„Gut Durst, hurra“, lautete ein Trinkspruch, der am Freitagabend aus dem Festzelt quoll. Keine Frage: Die Stimmung auf dem Königs- und Generalitäts-Ehrenabend war gut. Sie war vielleicht sogar sehr gut, als sich nach Einbruch der Dunkelheit abzeichnete, dass der Fackelzug durchs Dorf ohne Regenschauer absolviert werden konnte. Festreden, die ersten Orden – keine Frage zwei Wochen vor dem Fest, dass man in Kaarst langsam ins Schützenfest-Fieber gerät.

Der stellvertretende Bürgermeister Theo Thissen brachte die besten Grüße von Rat und Verwaltung mit. Er dürfte den Schützen aus dem Herzen gesprochen haben: „Vor uns liegen Tage der Gemeinschaft, der Tradition, der Freundschaft und der Freude.“ An den Vorstand richtete er seinen besonderen Dank: „Ohne euch und die Generalität wäre das Schützenfest nicht möglich.“ Es sei beeindruckend, „wie jedes Jahr alle Räder ineinandergreifen“. Für Präses Ulrich Eßer war es die letzte Rede auf einem Königs- und Generalitäts-Ehrenabend in Kaarst. Er ist selber Mitglied im Bürgerschützenverein Grevenbroich. Eine Bruderschaft, so Eßer, sei im Gegensatz zu einem Schützenverein „in eine größere Vereinsstruktur eingebunden“.

Er ist seit 64 Jahren Mitglied der Bruderschaft, und er hat sechs Anläufe gebraucht, um den Königsvogel endlich abzuschießen: Man merkte Schützenkönig Hans-Joachim I. Dicken die Freude darüber an, dass er es jetzt endlich geschafft hat. „Ich habe von allen Seiten sehr viel Zuspruch und Hilfe erfahren“, sagte der sympathische Regent. Er geht davon aus, dass es ein schönes Schützenfest wird. 23 Grad und Sonne, so sieht sein Traumwetter aus. Wie üblich verzichtet auch dieses Königshaus auf Blumen und Geschenke und bittet stattdessen um Spenden für das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland.

Später, bei der Verleihung der Königsorden, empfing der König jeden Schützen mit einer herzlichen Umarmung. Geschäftsführer Stefan Stamm überreichte Regimentsorden an Schützen, die sich in besonderer Weise verdient gemacht hatten. Es waren Reinhold Kniebel, Dieter Dicken, Josef Spenrath, Hans-Peter Lüpschen und Peter Schlangen. General Klaus Gehlen dürfte nicht sonderlich überrascht gewesen sein, als die Züge ausnahmslos mit ihrem „Zoch, Zoch“ ihre Teilnahmebereitschaft bekundeten.

Gut für die Zukunft der Bruderschaft: Mit „Fracksausen“ ist ein Zug mit jungen Männern zum ersten Mal dabei. Junge Schützen haben den Traditionszug „Jägerstolz“ aufleben lassen. Christoph Klever war 22 Jahre lang Schützenmeister. Er ist jetzt Ehrenschützenmeister und wurde mit dem Großen Zapfenstreich geehrt. Das Bundestambourcorps Amicitia Nettesheim-Butzheim und die Bundesschützenkapelle Neuss spielten auf und dürften trotz milder Temperaturen bei vielen Schützen für Gänsehautgefühle gesorgt haben.

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