Kaarst: Katholische Frauengemeinschaft feiert 100-jähriges Bestehen

kfd Sankt Martinus Kaarst : „Kirche ohne Frauen gibt es nicht“

kfd Sankt Martinus Kaarst feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit vielen Gästen im Pfarrzentrum.

„Kirche ohne Frauen gibt es nicht“, stellte Elisabeth Schmitz-Janßen, stellvertretende Vorsitzende des Diözesanvorstandes der Katholischen Deutschen Frauengemeinschaft (kfd) beim 100. Geburtstag der kfd Sankt Martinus Kaarst klar. Beim Festakt im prall gefüllten Pfarrzentrum überbrachte Schmitz-Janßen die Glückwünsche des Bundesverbandes und hob die Bedeutung der kfd als starke Partnerin in Gesellschaft und Kirche hervor.

Mut, Freude und Kraft für das weitere ehrenamtliche Engagement hatte sie als gute Wünsche dabei, ebenso wie Petra Indenhuck, Vorsitzende des Kreisdekanats. Wie groß die Wertschätzung der Arbeit der kfd vor Ort ist, zeigte sich durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Begonnen hatte der Tag mit einem von den Frauen festlich gestalteten Gottesdienst, der vom Leitenden Pfarrer Ulrich Eßer und dem Präses der kfd, Pater Matthäus, zelebriert wurde. Die musikalische Begleitung hatte der aus katholischen und evangelischen Christinnen bestehende Weltgebetstagschor unter der (ehrenamtlichen) Leitung von Birgit Sieberath übernommen. Neue Geistliche Lieder verliehen dem Ganzen eine fröhliche Note.

In seiner Predigt nahm Eßer Bezug auf die kfd als Glaubensgemeinschaft, welche erfüllt vom Geist der Liebe und des Mitfühlens Anteil an göttlicher Verbundenheit habe. „Sie ist ein exorbitanter wichtiger Teil der Gemeinde“, so Eßer. Sein Zitat, dass man kfd auch mit „Kaffee für Deutschland“ übersetzen könne, wurde beim Empfang eindrucksvoll widerlegt. In einem Rückblick riefen die Mitarbeiterinnen Renate Springer, Christiane Louis, Edeltraut Emmerich und Hilde Robertz die Aktivitäten der kfd in Erinnerung: Einkehrtage, Wallfahrten, Fortbildungen, Besuchsdienste und rheinischer Frohsinn beim Karneval gehören ebenso dazu wie Basare, bei denen jährlich Tausende von Euro sozialen Einrichtungen zugute kommen.

Edel Emmerich verhehlte nicht, dass es nach der Hochzeit der siebziger Jahre mit 650 Mitgliedern eine Schrumpfung auf 350 gibt und neue Mitarbeiterinnen schwierig zu gewinnen seien. Es gilt: Den Kopf nicht in den Sand zu stecken und weiter auf einem ökumenischen Weg zu gehen. Besonders geehrt wurde Brigitte Weeger, seit 50 Jahren als Mitarbeiterin tätig. Sie hatte auch wieder für den Blumenschmuck gesorgt und mit Marlies Schouw eine fotografische Rückschau gestaltet. Für Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, seit 12 Jahren kfd-Mitglied, wäre ganz Kaarst ohne das christliche Engagement der Frauen sehr viel ärmer. Und Pfarrer Ulrich Eßer verriet, dass er schon als kleiner Junge mit seiner Oma die Mitgliederzeitschrift „Frau und Mutter“ verteilt habe.

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