Kaarst: Karl-Heinz Roeder im Portrait

Serie Kaarster Stimmen : Von Genesis bis zu den Rolling Stones

Karl-Heinz Roeder ist und um Kaarst den meisten als „The Voice“ der Kaarster Band „in between“ bekannt.

Musik ist seine Passion: Mehr als drei Oktaven umfasst seine Stimme, er liebt sowohl die Beatles, Bee Gees, Genesis als auch die Rolling Stones. Bereits mit acht Jahren hat er in Kirchenchören gelernt, wie Sänger atmen und den Übergang von der Kopf- zur Bruststimme vornehmen sollten. Als Zwölfjähriger spielte er in seiner ersten Band und brachte sich autodidaktisch das Gitarrespielen bei: Karl-Heinz Roeder, kurz Kalla genannt. In und um Kaarst ist er den meisten als „The Voice“ der Kaarster Band „in between“ bekannt. Gemeinsam mit Mark Koll an den Keyboards und Markus Schillings an den Drums haben die Drei als Cover-Band nicht nur die Kaarster Pop-History- und Silent-Nights ins Leben gerufen, sondern wurden auch schon für Auftritte in Las Vegas, Südafrika und Australien gebucht. Ein besonderes Highlight steht 2021 an. „Wir treten bei der World Expo auf und spielen dann in Dubai“, verrät Roeder.

Der 67-Jährige ist seit kurzem in Pension, hatte bis vor wenigen Monaten als Ministerialrat im Wirtschaftsministerium gearbeitet. Zuletzt war er für das NRW-Messegeschäft tätig gewesen. „Ich war verantwortlich für die bundesweiten Beteiligungen des Landes bei Messen – gute pragmatische Wirtschaftsförderung im besten Sinne“, erklärt er.

Parallel zu seinem Büro-Job hat der gebürtige Neusser, der von 1975 bis 1989 bei der Stadt Kaarst im Liegenschaftsamt gearbeitet hat, immer Musik gemacht. „Mittlerweile seit 23 Jahren als in between“, so Roeder. Mark Koll war seinerzeit Klavierlehrer einer seiner beiden Söhne. Als Roeder seinen Sohn von der Musikschule abholen wollte, spielte Koll am Klavier ein Beatles-Stück und „ich stimmte sofort mit ein“. Daraus ergab sich nicht nur eine Jahrzehnte andauernde Freundschaft, sondern die beiden gaben immer öfter Live-Acts in Kaarster Kneipen, bei Vernissagen, auf Weihnachtsmärkten. „Später wurden wir gebucht bei Unternehmensfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten.“

Fünf Jahre lang sorgten sie zudem für ein fast ausverkauftes Haus im AEG-Forum mit ihrer „Pop-History-Night“. Geradezu legendär wurde ihre Interpretation des Deep-Purple-Klassikers „Child in Time“. Auf das über zehn Minuten lange Stück unter Begleitung der „Jungen Sinfonie Kaarst“ sowie die außergewöhnliche Stimme Roeders „wurden wir ganz oft angesprochen“, sagt der Frontmann. „Mit der Pop-History-Night ist jetzt Schluss. Die Silent Night einen Tag vor Heiligabend – in diesem Jahr voraussichtlich im GBG – gibt es weiterhin“, sagt Roeder. Unter dem Motto „Rock Your heart“ tritt das Trio bei Kaarst Total am 31. August auf. Und am 8. November lädt „in between“ in den Pfarrsaal der St. Antonius-Kirche in Vorst ein.

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