Kaarst kämpft gegen den Eichenprozessionsspinner

Bäume befallen : Kaarst kämpft gegen den Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner hat sich im vergangenen Jahr auch in Kaarst stark vermehrt. Um die Kaarster Bürger zu schützen, müssen die befallenen Bäume behandelt werden.

Der Eichenprozessionsspinner hat sich im vergangenen Jahr auch in Kaarst stark vermehrt. Die befallenden Eichen befinden sich auf dem Gelände des Spielplatzes „An der Sonnenuhr“, im Stadtpark sowie entlang der Neersener Straße.

Um die Kaarster Bürger zu schützen, müssen die befallenen Bäume behandelt werden. Am kommenden Montag, 29. April, wird zunächst an den Bäumen im Stadtpark gearbeitet: Ab 8.15 Uhr wird deshalb die Querung des Stadtparks mit Ausnahme der La-Madeleine-Allee gesperrt. Am Dienstag ist der Fuß- und Radweg entlang der Neersener Straße sowie der Spielplatz „An der Sonnenuhr“ am Vormittag gesperrt.

Die Raupen des Spinners können Brennhaare abwerfen, die starken Juckreiz und beim Einatmen allergische Reaktionen sowie Atembeschwerden hervorrufen. Um die Gesundheitsgefährdungen sowie ein massives Auftreten des Eichenprozessionsspinners zu vermeiden, müssen die befallenen Eichen vorbeugend behandelt werden. Bereits in den Vorjahren wurde bei 127 befallenen Eichen der Wirkstoff Bacillus thuringensis verwendet. In diesem Jahr werden 138 Eichen mit diesem Wirkstoff behandelt, der von den jungen Raupen gefressen wird. Für Menschen, Haustiere oder Pflanzen ist das Mittel nachweislich nicht schädlich. Die Ölbasis des eingesetzten Mittels haftet bei Kontakt jedoch stark an Kleidung und Haut. Deshalb werden die Arbeitsbereiche, in denen das Mittel eingesetzt wird, gesperrt.

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Die Behandlung der Bäume muss zum Schlupfzeitpunkt der Raupen zwischen Ende April und Anfang Mai erfolgen. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, ist die Maßnahme wirkungslos. Erreicht die Larve ein späteres Entwicklungsstadium, trägt der Eichenprozessionsspinner bereits die Brennhaare und der Bacillus hat über den Magen der Raupen keine Wirkung mehr.

(NGZ)
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