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Kaarst: Kabarett startet mit 150 Besuchern aus der Sommerpause

Ole Lehmann tritt in Kaarst auf : Kabarett startet mit 150 Besuchern aus der Pause

Bei der ersten Kabarett-Veranstaltung nach der Sommerpause wollten 150 Besucher den Auftritt von Comedian Ole Lehmann mit seinem Programm #Tacheles sehen.

Es wird aus der Sicht von Ole Lehmann offenbar zu viel um den heißen Brei herumgeredet. Das wollte er ändern und fing gleich bei sich selbst an. Was dabei herauskam, präsentiert er auf den Kleinkunstbühnen mit seinem neuen Programm. Es heißt #Tacheles und rund 150 Besucher erlebten es jetzt im Albert-Einstein-Forum.

Auf die Kleinkunstbühnen kam der Stand-up-Comedian über Umwege. Einst war er einer der populärsten DJs in den Großraum-Diskotheken in Norddeutschland. Der gebürtige Hamburger trat viele Jahre in Musicals auf und im Quatsch-Comedy-Club. Er fing den Lifestyle am Prenzlauer Berg ein, wo Veganer offenbar in der Überzahl sind. „Ich bin Veganer und nehme kein Würstchen mehr in den Mund“, zitierte er einen der hippen Nachbarn. Gründe, sich aufzuregen, hat der 1,94-Meter-Mann reichlich. Erstaunlich, dass Schüler den 150 Meter langen Schulweg alleine zurücklegen „trotz der vielen Pädophilen“.

Lehmanns Homosexualität ist immer wieder Thema während seiner Auftritte. Und es liefert Stoff fürs Tacheles-Programm. Da ist zum Beispiel der Taxifahrer, der den Auftrag hatte, Lehmann in eine „Tuntendisco“ zu kutschieren. Der machte sich einen Spaß daraus, ihn vor einer Location, die bei Rechtsradikalen beliebt ist, abzusetzen.

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Ole Lehmann ist ein genauer Beobachter seines jeweiligen Umfeldes. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass ihm so schnell wohl nicht der Stoff für seine Programme ausgehen dürfte. Das Publikum erfuhr, dass Dirty Talk mit einem Sachsen so überhaupt nicht geht, dass der homosexuelle Berliner immer schnell die „Spreewaldgurke“ sehen möchte.

Er befasste sich schonungslos mit diversen Dialekten. So war ihm aufgefallen, dass die Badener beim Sprechen jodeln. Ausgiebig widmete sich der Comedian mit der Pandemie und was sie mit den Menschen gemacht hat. „Ich habe Netflix leergeguckt“, verriet Lehmann.