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Kaarst: Jury fordert mehr Mut bei Plänen für die Innenstadt

Kaarster Stadtmitte : Jury fordert mehr Mut bei Plänen für die Innenstadt

Neue Plätze, mehr Aufenthaltsqualität, ein urbaneres Gesicht: Kaarst soll sich verändern. Jetzt wurden die Entwürfe zur Stadtentwicklung rund um Rathaus und Maubiszentrum vorgestellt. In einem Punkt wünscht sich die Politik mutigere Ansätze.

Der Wettbewerb „Zukunft Innenstadt“ ist am Dienstag mit dem „Forum 2“ weitergeführt worden, in dem die vier Planungsbüros ihre Ideen für die Entwicklung rund um das Rathaus und das Maubiszentrum der Öffentlichkeit präsentiert haben. Im Anschluss daran hat auch die Jury ihre ersten Anmerkungen zu den Modellen gemacht, die die Planer im Albert-Einstein-Forum zeigten. Über vier Stunden lang wurde diskutiert und sich ausgetauscht. „Die Jury hat insgesamt mehr Mut eingefordert. Mut zur Urbanität, Mut zur konsequenten Umsetzung der gezeigten Ansätze“, sagt Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst.

 Die Entwürfe der vier Planungsbüros wurden am Dienstag im Einstein-Forum von Politik und Verwaltung unter die Lupe genommen.
Die Entwürfe der vier Planungsbüros wurden am Dienstag im Einstein-Forum von Politik und Verwaltung unter die Lupe genommen. Foto: Stadt Kaarst

Aus ihrer Sicht war das Forum 2 damit der erwartet wichtige Zwischenschritt auf dem Weg zu den fertigen Konzepten: „Im unmittelbaren Austausch bekommen die Teams wichtige Hinweise, wo sie ihre Entwürfe weiter qualifizieren müssen.“ Christian Gaumitz (Bündnis 90/Die Grünen) war neben Ingo Kotzian (CDU) und David Engelbrecht (FDP) als einer von drei Jury-Mitgliedern des Kaarster Stadtrates an der Diskussion beteiligt. „Es sind die klassischen Themen genannt worden, unter anderem natürlich auch der Verkehr“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Kaarster Grünen.

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Einen Favoriten auf den ersten Platz des Wettbewerbs, der mit 40.000 Euro dotiert ist, gibt es noch nicht. „Den darf und soll es aus Sicht der Jury auch gar nicht geben“, so Gaumitz. Er findet alle vier Entwürfe „klasse“, da sie unterschiedliche Akzente setzen. Was sich Gaumitz persönlich noch wünschen würde, ist ein mutigerer Ansatz zur Lösung des Verkehrsproblems in der Stadtmitte. Außerdem sollte durch neue Plätze mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden und die Innenstadt durch eine weitere Bebauung ein urbaneres Gesicht bekommen, ohne dabei zu sehr nach Großstadt auszusehen, erklärte Gaumitz. Der Sieger des zweistufigen Wettbewerbs „Zukunft Innenstadt“ wird am 2. Juni gekürt. Dann steht auch der Masterplan für das neue Gesicht der Stadtmitte.