Kaarst: Jugendliche hinterlassen am Wochenende Müll

Jugendliche lassen Müll liegen : Ärger um vermüllte Skateanlage in Kaarst

Die Skateanlage am AEG wird am Wochenende von Jugendlichen genutzt – und vermüllt zurückgelassen.

Wenn Anett Lenz auf dem Weg zum Bäcker am Skateplatz vorbeikommt, bietet sich ihr montagmorgens stets das gleiche Bild: leere Flaschen, Pizzakartons, Tüten, sämtlicher liegen gelassener Müll. Lenz weiß auch, wer dafür verantwortlich ist: eine Gruppe von „jungen Erwachsenen“, wie Lenz sie beschreibt, da sie schätzungsweise zwischen 17 und 24 Jahren alt sein müssten.

Lenz: „Um das klarzustellen, mich stört nicht, dass sie am Wochenende dort feiern. Sie sollen ruhig ihren Spaß haben, aber dann bitte auch am Ende ihren Müll mitnehmen“, sagt die 35-Jährige. Genauso sieht es auch im gesamten Stadtpark aus, wo Jugendliche ihre Zeit verbringen, den Müll aber liegen lassen.

Die Stadt weiß um das Problem. Auf Anfrage heißt es: „Tatsache ist, dass Jugendliche und junge Erwachsene in den genannten Bereichen Alkohol konsumieren und ihren Müll hinterlassen. Dieses Problem ist erkannt und wird als Schwerpunkt des städtischen Außendienstes auch so behandelt.“ Durch präventive Kontrollen mit Feststellung der Personalien und gegebenenfalls Bußgeldern und Platzverweisen will die Stadt vor allem in den Sommermonaten entschieden gegen Alkoholmissbrauch von Minderjährigen und Vandalismus im öffentlichen Raum vorgehen. Allerdings könnten diese Kontrollen nicht durchgängig an allen Wochenenden erfolgen.

Die Frage, warum sich die jungen Menschen so rücksichtslos verhalten, bleibt offen. Lenz, die selbst im Jugendamt arbeitet, meint, dass einigen jungen Menschen die Empathie fehle und der Sinn für Umwelt und Mitmenschen. Sie glaubt auch, dass Bußgelder helfen würden. „Wenn sich so etwas herumspricht, wäre sicher bald Schluss damit.“ Stadtsprecher Peter Böttner sagt: „Kontrollen sind wichtig, das Sozialverhalten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist aber letztlich ausschlaggebend.“ Der Wunsch, sich zu treffen und gegebenenfalls auch Alkohol zu konsumieren, sei nachvollziehbar und den meisten aus der eigenen Jugend vertraut. „Es sollte aber selbstverständlich sein, den eigenen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Und dies gilt ausdrücklich nicht nur für junge Menschen.“

(csk)
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