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Kaarst: Josef Karis widerspricht Sigrid Burkhart beim Thema Fluglärmemissionen

Diskussionen in Kaarst : Karis widerspricht Burkhart bei Fluglärmemissionen

Zwischen Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst, und Josef Karis, Fraktionsvorsitzender der FWG Kaarst – Förderer des Sports, gibt es im Hinblick auf die Fluglärmemissionen einen Dissens.

Zwischen Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst, und Josef Karis, Fraktionsvorsitzender der FWG Kaarst – Förderer des Sports, gibt es im Hinblick auf die Fluglärmemissionen einen Dissens. Burkhart habe im Umweltausschuss angeblich zu einem Antrag der Fraktion, den Fluglärmemissionen mit geeigneten Filteranlagen zu begegnen, erklärt, dass die Flughöhe bezogen auf den CO2-Ausstoß irrelevant sei. „Unsere Technische Beigeordnete ist von mir persönlich hochgeschätzt und gilt im Allgemeinen als kompetente Person, diesmal allerdings liegt sie völlig falsch“, kontert Josef Karis und zitiert in diesem Zusammenhang einen Experten vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR): „Kohlendioxid verteilt sich gleichmäßig. Kerosin besteht zu 86 Prozent aus Kohlenstoff und zu 14 Prozent aus Wasserstoff. Weil der Kohlenstoff sich bei der Verbrennung mit Sauerstoff aus der Luft verbindet, kommen für jedes Kilogramm Kerosin, das ein Flugzeug verbrennt, 3,15 Kilogramm CO2 aus den Turbinen heraus. Da das CO2 in der Atmosphäre langlebig ist, vermischt es sich gleichmäßig über die Erde.“

Weil es durch alle Atmosphärenschichten wandern kann, spiele es auch keine Rolle, ob das Gas auf einer Flughöhe von 10.000 Meter emittiert wurde oder in Bodennähe. Karis sieht in der Aufstellung von Filtereinlagen für den Flugverkehr einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Atemluft. Burkhart allerdings bleibt bei ihrer Version. „Für die Ausbreitung von CO2 ist die Flughöhe irrelevant. Zudem ist CO2 vorrangig als klimaschädliches Treibhausgas zu betrachten. Ob eine erhöhte CO2-Belastung auf Kaarster Stadtgebiet durch den Flugverkehr gegeben ist, müsste zunächst untersucht werden. Eine gesundheitsbelastende CO2-Konzentration in der Außenluft ist jedenfalls nicht zu erwarten“, erklärt sie auf Anfrage.