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Kaarst: Kaarst ist stolz auf seine Martins-Tradition

Kaarst : Kaarst ist stolz auf seine Martins-Tradition

Die Kinder sind auch in diesem Jahr wieder mit ihren leuchtenden Laternen im Geleit des St. Martins zu Pferde unterwegs. Freitagabend zogen die Fackelzüge durch Kaarst und Büttgen, den Auftakt machten am Vortag die Holzbüttgener. Ihnen folgen noch die Vorster Kinder (Sonntag) und die Driescher (Dienstag). Jeder Stadtteil bekommt seinen eigenen Martinsumzug. Für Kaarst ist dieses Brauchtum selbstverständlich. Der St. Martin besitzt hier eine größere Bedeutung als in so manch anderer Stadt. Der Heilige ist im Stadtbild vielerorts präsent. Die NGZ hat sich umgeschaut.

Kirche Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus Kaarst wählte vor Jahrhunderten den Heiligen Bischof als Pfarrpatron. Seinen Namen tragen die romanische Kirche Alt St. Martin und die neue, 1957 geweihte Kirche. Ihre Vorderseite ziert ein bronzenes Reiterbild des St. Martin, gestaltet vom Kunstschmiedemeister Karl Wyland.

Ehrenmal Das Kriegerdenkmal an der Ecke Friedens-/Maubisstraße zeigt auf seiner Vorderseite ein großes Relief des Kirchenpatrons St. Martin. Errichtet wurde es 1926 vom Bildhauer Oswald Causin.

Wappen Das Kaarster Stadtwappen zeigt einen durch ein Schwert zerteilten roten Mantel. Das Abbild bezieht sich auf das Wappen der ehemaligen Gemeinde Kaarst, gestaltet 1926 vom Heraldiker Wolfgang Pagenstecher. Es zeigt deutlich die Szene der Mantelteilung mit Martin auf dem Pferde und dem Bettler zu seinen Füßen. Der Künstler nahm sich wiederum den Siegelstempel der Gemeinde aus dem Jahr 1643 als Vorbild.

Kunst Eine Verbindung zwischen den beiden Pfarrkirchen schafft der Martinus-Kunstweg. Er zeigt derzeit drei Stelen mit Kunstwerken, eine vierte ist für das kommende Jahr geplant. Die Arbeit von Burkhard Siemsen zeigt in moderner, abstrakter Weise die Mantelteilung. Bei Professor Elmar Hillebrand stehen St. Martin und Bettler Arm in Arm auf Augenhöhe. Helga Weidenmüller gestaltete eine Pilgerin. Ein Förderverein kümmert sich um Pflege und Finanzierung.

Im Namen Die Martinusschule an der Halestraße wurde 1914/15 als neue Volksschule errichtet. Der katholische Kindergarten trägt natürlich den Namen St. Martinus und liegt nur wenige hundert Meter von der Martinusstraße entfernt. Im Regiment zum Kaarster Schützenfest marschiert St.-Martinus-Schützengesellschaft mit.

(stef)