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Kaarst: Horst Schuwerack stellt Werke im Rathaus aus

Kaarster Künstler wird 80 : Horst Schuwerack zeigt seine Werke im Atrium des Rathauses

Der Kaarster Künstler Horst Schuwerack zeigt im Zuge seines 80. Geburtstages eine Auswahl seiner Arbeiten bis zum 28. Mai im Atrium des Kaarster Rathauses.

Wenn ein Kaarster Künstler im Atrium des Rathauses seine Werke präsentieren darf, ist der Anlass in aller Regel ein hoher runder Geburtstag. Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Horst Schuwerack ist 80 Jahre alt geworden. Eine Auswahl seiner Arbeiten ist im Atrium des Rathauses zu sehen.

Die Schranke war viele Jahre fast so etwas wie ein Erkennungszeichen des in Holzbüttgen lebenden Künstlers. Eine Skizze in der aktuellen Ausstellung zeigt den Entwurf eines Kunstwerks für das Stelenprojekt im Stadtmittesee, der genau so umgesetzt wurde. Der 80-Jährige sieht in diesem rot-weißen Symbol ein Zeichen, das an die Aufmerksamkeit des Betrachters appelliert: „Hab‘ Acht, da tut sich was.“ Aus Sicht des gebürtigen Düsseldorfers muss es sich dabei nicht zwingend um etwas Negatives handeln.

Schuwerack gehört seit rund 40 Jahren den Kaarster Künstlern an. „Ich habe keine großen Projekte mehr vor, ich kehre vielmehr zurück zu den Anfängen“, erklärt er. Mit dem Zeichenblock fing er einst die Schönheit der Niederrhein-Landschaft ein. Er hat diese mit einem sehr feinen Strich, der immer in dieselbe Richtung zeigt, verewigt. Entsprechende Exponate sind Zeugen dieser frühen Phase. Manchmal wird die pure Natur durch Häuser unterbrochen beziehungsweise aufgelockert. Dann kamen die Radierungen, die lange Phase der ungegenständlichen Darstellungen, die im Grunde bis heute andauert. Irgendwann baute Horst Schuwerack ein kleines Atelier, weil er nicht länger in der Küche künstlerisch aktiv sein wollte.

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Der Mann, der als Reiseverkehrskaufmann viel von der Welt gesehen hat, ist fasziniert vom Vulkanismus. Feuer, blauer Wasserdunst, das begeistert ihn und das spiegeln viele Arbeiten auch wider. Was nicht auf Anhieb zu erkennen ist: Immer wieder schuf Schuwerack auch Papiercollagen. Die abstrakten Arbeiten sind aus dem Bauch heraus entstanden.

Landschaftsmaler Willi Ameln und Bildhauer Kurt Sandweg haben den 80-Jährigen beeinflusst, ihm die Augen als Künstler geöffnet. Zu den 14 Exponaten gehört auch ein Buchprojekt: „Ich habe alte Bücher genommen und verfremdet“, sagt Horst Schuwerack. Er verschließt sie, arbeitet ihr Äußeres um, macht aus fünf Büchern eins – dieses neue Ganze neutralisierte er, indem er es weiß anstrich. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai während der Öffnungszeiten des Kaarster Rathauses zu sehen.