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Kaarst: Holzbüttgener Schützenbruderschaft erfüllt Wunsch der Mitglieder und senkt Beitrag

Schützenbruderschaft Holzbüttgen : Bruderschaften senken Mitgliedsbeiträge

In Holzbüttgen, Vorst und Büttgen wurden die Mitgliedsbeiträge wegen der ausgefallenen Schützenfeste im vergangenen Jahr gesenkt. Der Vorstand in Holzbüttgen reagierte damit auf den Wunsch einiger Mitglieder.

Dass das Schützenfest 2020 ausfallen wird, war im Januar noch nicht abzusehen. Dementsprechend haben die Züge des Regiments in Holzbüttgen ihren Beitrag für jeden einzelnen Schützen gezahlt. Nun, ein Jahr später, hat der Vorstand den Vorschlag gemacht, den Beitrag massiv zu senken und darüber „virtuell“ abstimmen lassen. Von den 413 stimmberechtigten Mitgliedern haben 249 abgestimmt, 237 waren für die Beitragssenkung (bei elf Gegenstimmen und einer Enthaltung). Diese gilt allerdings nur für das Jahr 2021. Statt 72 zahlt jeder Schütze nun lediglich noch 25 Euro. „Viele Schützen verschiedener Corps sind auf den Vorstand zugekommen und haben gefragt, ob man die Beiträge nicht reduzieren oder ganz weglassen kann“, erklärt Geschäftsführer Stefan Schüpper. „Wir haben die Beiträge im vergangenen Jahr eingenommen, aber nicht komplett ausgegeben. Jetzt konnten wir die Beiträge in dem Maße senken, dass wir die laufenden Kosten davon bezahlen können“, so Schüpper weiter.

Laufende Kosten seien unter anderem Versicherungen und der Beitrag für den Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Der größte Kostenfaktor im Jahr ist die Straßenmusik am Schützenfest, gefolgt von den Tanzbands im Festzelt. Die Jahreshauptversammlung der Bruderschaft ist auf unbestimmte Zeit verschoben. „Die machen wir, wenn es wieder möglich ist. Wir werden vier Wochen, bevor es so weit ist, dazu einladen“, sagt Schüpper.

Wie sieht es mit den Beiträgen in den anderen Kaarster Bruderschaften aus? Brudermeister Thomas Schröder erklärt auf Nachfrage, dass der Beitrag in der Vorster Bruderschaft in Schützenbeitrag und Bruderschaftsbeitrag aufgesplittet ist. „Im vergangenen Jahr haben wir auf den Schützenbeitrag in Höhe von 35 Euro verzichtet“, erklärt Schröder. Die Mitglieder mussten also nur den Bruderschaftsbeitrag zahlen.

Auf einer virtuellen Vorstandssitzung im Januar werde er mit seinen Kollegen aber noch einmal über das Thema Beiträge sprechen, kündigt Schröder an. Die Sankt-Sebastianus-Bruderschaft in Büttgen führt zwei Kassen: Eine für die Bruderschaft und eine für das Schützenfest, für die jährlich ein Einschreibegeld in Höhe von 45 Euro gezahlt werden muss. Nach Angaben von Pressesprecher Stefan Reinelt wurde dieses im vergangenen Jahr ausgesetzt. Somit haben auch die Büttgener Schützen nur den Bruderschaftsbeitrag in Höhe von 17,50 Euro gezahlt.

Der Vorstand der Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kaarst hat sich noch keine Gedanken über eine mögliche Beitragssenkung gemacht. „Wir werden nächste Woche auf unserer Vorstandssitzung überlegen, wie wir mit dem Thema umgehen“, sagt Präsident Claus Schiffer.