Kaarst: Hitzefrei an beiden Gymnasien – Feuerwehr bunkert Wasser

Hitzewelle in Kaarst : Hitzefrei an beiden Gymnasien – Feuerwehr bunkert Wasser

Das Thermometer klettert am Dienstag in Kaarst auf satte 36 Grad zur Mittagszeit, in der Nacht kühlt es nicht unter 20 Grad ab. Hochsommer Ende Juni – und das, obwohl die Ferien in Nordrhein-Westfalen erst am 15. Juli beginnen.

Doch die Schulleiter vom Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) in Kaarst und vom Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) in Vorst haben Erbarmen und verkürzen am Dienstag und Mittwoch die Schulzeit – jedoch zu unterschiedlichen Konditionen.

Am AEG dauern die Schulstunden in den kommenden beiden Tagen nur jeweils 30 Minuten. So endet der Unterricht nach der regulären vierten Unterrichtsstunde. Mit dieser Regelung wird am AEG von der ersten bis zur sechsten Stunde unterrichtet – jedoch verkürzt. „So kommt kein Fach zu kurz und die erforderlichen Abschlussarbeiten wie Referate, die Einfluss auf die Note haben, können noch gehalten werden“, sagt Schulleiter Bruno von Berg. Für Schüler, die auf eine Nachmittagsbetreuung angewiesen sind, ist diese an beiden Tagen gesichert. Das GBG in Vorst dagegen bleibt in seinem Raster von 45 Minuten pro Schulstunde, doch auch dort endet der Unterricht nach der vierten Stunde um 11.30 Uhr. In beiden Gymnasien finden am Mittwoch sogar noch Abiturprüfungen statt, teilweise müssen die Schüler auch von Schule zu Schule pendeln.

Auch die Feuerwehr Kaarst wappnet sich für die heißen Tage. Am Montag war Feuerwehr-Chef Andreas Kalla damit beschäftigt, palettenweise Wasser zu besorgen. Der Grund ist einfach: Nach einem Erlass des Innenministeriums ist die Feuerwehr dafür zuständig, die Wasserversorgung der Autofahrer auf den Autobahnen zu gewährleisten, falls es zu längeren Staus kommt. Zudem hat Kalla stets den aktuellen Wetterbericht im Auge. „Ich denke, dass wir in den nächsten Tagen auf Stufe vier im Waldbrandindex klettern werden“, sagt Kalla. Derzeit steht die Stadt bei Stufe drei von fünf. „Kippen wegwerfen ist bei diesem Wetter streng verboten“, warnt Kalla.

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