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Kaarst: Kaarst hat neuen "Kleinkunst-Manager"

Kaarst : Kaarst hat neuen "Kleinkunst-Manager"

Anfang des Jahres ist Kulturmanagerin Uschi Spors in Rente gegangen. Jetzt hat die Verwaltung einen Nachfolger gefunden. Seit 1. August ist Elmar Spinnen im Rathaus der Mann für das kulturelle Aushängeschild der Stadt.

Die genaue Schuhgröße von Elmar Spinnen ist nicht bekannt, klar ist aber: Es muss eine verhältnismäßig große sein. Der 51-Jährige tritt schließlich in große Fußstapfen - in die Fußstapfen einer sehr erfolgreichen Frau. Anfang des Jahres ist Kulturmanagerin Uschi Spors in Rente gegangen. 25 Jahre lang war sie das Gesicht des Kaarster Kabarett- und Kleinkunstprogramms. Jetzt hat die Verwaltung einen Nachfolger gefunden. Seit 1. August ist Elmar Spinnen im Rathaus der Mann für das kulturelle Aushängeschild der Stadt. "Ich organisiere gerne und arbeite gerne mit Menschen", sagt der gelernte Diplom-Betriebswirt. "In der neuen Aufgabe sehe ich eine Herausforderung."

Um die 50 000 Besucher kommen jedes Jahr ins Albert-Einstein-Forum - ganz oft, um Tränen zu lachen, und auf jeden Fall immer, um sich gut unterhalten zu lassen. Große Namen der Szene wie Dieter Nuhr, Ingo Appelt oder Johann König stehen im Kaarster "Wohnzimmer" auf der Bühne, genauso wie Newcomer und echte Geheimtipps. Nicht ohne Grund ist das Kabarett- und Kleinkunstprogramm weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Fast jedes Wochenende und oft auch unter der Woche war Uschi Spors unterwegs, um die Veranstaltungen vor Ort vorzubereiten und zu begleiten. Das ist - unter anderem - künftig die Aufgabe von Elmar Spinnen. Der Familienvater und gebürtige Mönchengladbacher kennt das zuweilen zeitfressende Kulturgeschäft.

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In den vergangenen 20 Jahren hat Spinnen am Theater Krefeld-Mönchengladbach gearbeitet und dabei keinen Tag Langeweile gehabt. "Ich war unter anderem für große Außenveranstaltungen des Theaters verantwortlich", erzählt er. "Die ,Rocky Horror Picture Show' im Krefelder Stadtwald zum Beispiel. Dabei habe ich festgestellt, dass mir gerade das besonderen Spaß macht - davon wollte ich mehr, mehr Veranstaltungen." Als Kulturmanager in Kaarst sind die Vorbereitungen für die Kabarett- und Kleinkunstabende jetzt seine wichtigste Aufgabe. Gemeinsam mit seinem Chef, Bereichsleiter Dieter Güsgen, wird sich der Marketing- Experte unter anderem um die Künstler kümmern und zusehen, dass die Abendkasse läuft. Wie es gelingt, ein Haus zu füllen, hat der Mönchengladbacher zu Beginn seiner Karriere beim Fernsehen gelernt. "Ich war bei einer Werbeagentur für die Zuschauerbeschaffung für Privatsender zuständig", erzählt Spinnen. Über spezielle Reise-Paketangebote etwa habe er bei Formaten wie der "Mini-Playback-Show", "Hans Meiser" oder "Gottschalk Late Night" die Zuschauerreihen gefüllt. "Das war allerdings ein ganz schön stressiger Job." Als seine Tochter geboren wurde, wechselte der heute 51-Jährige zum Radio. "Die ,Welle Niederrhein', den ersten Lokalsender in Krefeld, habe ich quasi mit aufgebaut."

Was die Werbung und den Ticketverkauf angeht, will Spinnen das Kaarster Kabarettprogramm jetzt auf den allerneuesten Stand bringen. An erster Stelle, sagt er, stehe die Einführung eines internetfähigen Kartenbestellsystems. "Bislang läuft der Vorverkauf allein über die Vorverkaufsstelle im Rathaus", sagt er. "Das heißt: Kunden müssen mitunter zwei bis drei Stunden warten - das muss sich ändern. Unser Programm ist Bundesliga, unser Vorverkauf noch Bezirksklasse."

(NGZ)