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Kaarst: Grüne stellen Fragenkatalog zu Personalproblemen in Kitas auf

Kaarster Eltern sind verzweifelt : Grüne stellen Fragen zu Personalproblemen in Kitas

Im Nachgang der letzten Ratssitzung haben die Kaarster Grünen in ihrer Geschäftsstelle auf der Martinusstraße mit Eltern über die Personalprobleme in den Kindergärten gesprochen.

Daraufhin erstellte die Partei einen Fragenkatalog und ließ diesen dem Ersten Beigeordneten Sebastian Semmler zukommen. Die Grünen wollen unter anderem wissen, warum es nur eine Springerstelle für sieben städtische Kitas gibt und ob die Verwaltung dies als ausreichend erachtet, wie viele Stellen tatsächlich seit dem 1. Januar 2019 bis heute unbesetzt sind und was die Stadt unternimmt, um die Erzieherinnen zu halten. Semmler wird um eine schriftliche Stellungnahme zu diesen und weiteren Fragen gebeten.

Auf der letzten Ratssitzung der laufenden Legislatur hatten sich einige Eltern über die Personalsituation in den Kaarster Kindertagesstätten beschwert. „Wir würden uns über Hilfe freuen. Es fehlen zwölf Vollzeitstellen, da sind kranke Erzieherinnen noch nicht mitbedacht. Der Winter steht bevor, wir sind verzweifelt“, sagte Verena Hallwaß stellvertretend für die anwesenden Eltern. In der Kita Alte Heerstraße habe es zweimal einen Aushang am schwarzen Brett gegeben mit der Bitte, die Kinder zu Hause zu betreuen, weil eine adäquate Betreuung nicht mehr gewährleistet werden könne. „Wir wissen nicht, was wir noch machen können“, so Hallwaß weiter, die sich eine kurzfristige Lösung wünscht.

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„Das Thema Personal ist auch bei uns angekommen. Wir versuchen alles, um die Erzieherinnen einzustellen und haben Anreizmodelle geschaffen. Wir haben auch Springerstellen geschaffen, um solche Notsituationen aufzufangen. Dennoch scheitern wir beim Personal“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus. Sie versicherte, dass die Verwaltung alles versuchen werde, die Situation schnellstmöglich zu verbessern. Gleichzeitig kündigte Nienhaus eine Überprüfung an, ob Tagesmütter nicht doch in Kitas eingesetzt werden dürfen. „Wie haben nicht den Eindruck, dass alles getan wird“, entgegnete Hallwaß.