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Kaarst: Grüne kritisieren Umsetzung von Radwegekonzept

Planungsausschuss in Kaarst : Grüne kritisieren Umsetzung von Radwegekonzept

Zehn Jahre, nachdem der Planungsausschuss der Stadt Kaarst das Verkehrsgutachten zum Radverkehr zur Kenntnis genommen und Maßnahmen beschlossen hat, ist nach Ansicht der Grünen immer noch nicht genug passiert.

Der Planungsausschuss der Stadt Kaarst hatte am 28. April 2010 das Verkehrsgutachten zum Radverkehr des Büros für Verkehrs- und Stadtplanung Rödel und Pachan“ zur Kenntnis genommen die Verwaltung beauftragt, für die vorgeschlagenen Maßnahmen erforderliche Planungen zu erstellen, sowie die entsprechenden Kosten zu ermitteln. Anschließend sollten in den zuständigen Fachausschüssen notwendige Beschlüsse zur Umsetzung der Maßnahmen herbeigeführt werden. „Die Bilanz aus Grüner Sicht ist ernüchternd. Der Radverkehr in Kaarst hatte bisher für die politisch-gestalterische Mehrheit nie eine hohe Priorität. Die Stadt- und Verkehrsplanung war immer am Auto orientiert“, erklärt Nina Lennhof, Bürgermeisterkandidatin der Grünen, nun.

Zuerst habe es über fünf Jahre gedauert, bis notwendige Maßnahmen zur Verbesserung des Radwegesystems in einem Gutachten zusammengefasst wurden, zehn Jahre später sei die Umsetzung „im besten Falle schleppend“ (Lennhof). Die Ortsdurchfahrten in Vorst sollten mit Schutzstreifen versehen werden – als Beispiel nennen die Grünen hier die Antoniusstraße Die Situation für Radfahrer hat sich aus Sicht der Grünen bis heute immer noch nicht wesentlich gebessert. „Auch die Öffnung der Einbahnstraße Eduard-Klüber-Straße wurde schon 2010 als Maßnahme der Priorität 1 eingestuft. Passiert ist bis heute nichts, die CDU vertagt die Entscheidungen in schöner Regelmäßigkeit“, so Lennhof. Die Grünen seien „gespannt“, in welchem Umfang die Dinge aus dem 36-Punkte-Katalog umgesetzt worden sind. Wirklich erkennbar sei „erschreckend wenig, aber wir lassen uns gerne überraschen“. Auch weitere Maßnahmen in der Priorität 2 würden seit mehr als zehn Jahren drängen und seien durch die Verwaltung bisher nicht angegangen worden. Als Beispiel führen die Grünen die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Alten Heerstraße in Höhe der Grundschule auf.

(NGZ)