Kaarst: Grüne freuen sich über deutlichen Zuwachs

Neun neue Mitglieder seit Jahresbeginn : Deutlicher Zuwachs bei den Kaarster Grünen

Die Stadt Kaarst hat rund 42.700 Einwohner – Tendenz steigend. Auch die Tendenz bei den Mitgliedszahlen der Kaarster Grünen geht nach oben. Seit Jahresbeginn ist die Zahl um neun Mitglieder auf nunmehr 63 gestiegen.

„Das ist bei einer Stadt von dieser Größe sehr beachtlich und erfreulich“, sagt Grünen-Vorstandssprecherin Nina Lennhof. Nach dem starken Abschneiden bei den Europawahlen, bei denen die Grünen deutschlandweit 20,5 Prozent der Stimmen sammelten und ihr Ergebnis von 2014 somit um 9,8 Prozent steigern konnten, gab es fünf neue Eintritte in die Partei, zwei Frauen und drei Männer. Vier dieser fünf neuen Mitglieder sind zwischen 27 und 38 Jahre alt – also relativ junge Menschen. 26 der insgesamt 63 Mitglieder (41 Prozent) sind weiblich. Dass die „Eintrittswelle“ etwas mit der Bewegung „Fridays for Future“ zu tun hat, glaubt Nina Lennhof nicht unbedingt. „Die neuen Mitglieder haben auf meine Frage, ob die Bewegung zu ihrem Beitritt beigetragen hätte, geantwortet, dass sie das Engagement der Bewegung sehr gut und unterstützenswert finden. Mitglied seien sie deswegen allerdings nicht geworden“, sagt sie. Die „Neuzugänge“ hätten schon länger Interesse an den Themen der Grünen. Zudem wurden der Klimawandel, die Erhaltung der Umwelt für ihre Kinder, der Dieselskandal, der Hambacher Forst als Gründe für den Eintritt in die Partei genannt.

Christian Gaumitz, ehemaliger Vorsitzender der Kaarster Grünen, freut sich ebenfalls über den Zuspruch für seine Partei. Und es wird offenbar noch besser. Ende Juli hatten die Grünen zu einem „offenen Abend“ im Alten Rathaus eingeladen, und dieser war sehr gut besucht. Zwölf weitere Menschen hätten an diesem Abend ihr Interesse an einem Parteieintritt bekundet. „Da war ich schon ein bisschen baff“, sagt Gaumitz. Noch sei zwar keiner eingetreten, für die erste Fraktionssitzung nach den Sommerferien wurden die Anwärter allerdings eingeladen. „Wir sind da sehr positiv eingestellt“, sagt Gaumitz.

(seeg)
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