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Kaarst: Grüne fordern Maßnahmen, die bereits von der Stadt umgesetzt werden

Corona-Krise in Kaarst : Grüne fordern Maßnahmen – Stadt setzt diese bereits um

Die Grünen haben sich im Hinblick auf die Corona-Pandemie mit einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus gewandt, in dem die Partei um Hilfe für Kaarster Unternehmen bittet. „Wir bitten Sie eindringlich, die wirtschaftlichen Folgen für unsere Kaarster Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt und auch zukünftig im Blick zu behalten“, schreiben die Grünen und zielen dabei vor allem auf die Selbstständigen, Handwerker und inhabergeführten Geschäfte von Einzelhändlern ab.

Drei Punkte sind den Grünen dabei besonders wichtig: Mögliche Stundungen und Erlass von Kosten, eine Onlineplattform, welche die Partei bereits im Jahr 2016 beantragt hatte, und eine Umfrage unter Kaarster Unternehmern, um herauszufinden, wo Hilfe von der Stadt erwünscht ist. So weit, so gut. Allerdings waren diese Maßnahmen schon angelaufen, als die Grünen den Brief geschrieben haben. Auf Nachfrage erklärt Grünen-Vorstandssprecherin Nina Lennhof, dass Ulrike Nienhaus schon eine „freundliche und schnelle Antwort“ geschick hat. „Dass bereits Maßnahmen begonnen wurden, ist angesichts einer solchen Notlage klar und selbstverständlich“, sagt die Bürgermeisterkandidatin. „Es gibt mir vor allem um eine konkrete Aussage zu möglichen Stundungen und welche Entscheidungen hierzu in welchem Umfang bereits getroffen wurden“, stellt sie klar. Dazu lagen ihr angeblich keine konkreten Zahlen vor. „Mir war nicht bewusst, wie viel im Hintergrund schon geschehen ist“, sagt sie. Die Idee der Onlineplattform, welche die Stadt durch ihren virtuellen Marktplatz bereits umgesetzt hat, stammt aus dem Ruhrgebiet und sei auch für die Zeit nach der Krise ein gutes Mittel, um die lokalen Unternehmen noch sichtbarer und zugänglicher zu machen.

Nina Lennhof hält es für wichtig, gute Vorschläge zu sammeln. Und wenn diese doppelt gemacht werden, sei es immerhin besser, als wenn sie erst gar nicht auf den Tisch kommen.