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Kaarst: Georg-Büchner-Gymnasium als "Schule der Zukunft" ausgezeichnet

Gütesiegel für Vorster Gymnasium : GBG als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet

Das Vorster Georg-Büchner-Gymnasium hat im ersten Anlauf direkt die zweithöchste Stufe des Gütesiegels zugesprochen bekommen. Siegel, Fahne und Urkunde kamen vor den Herbstferien auf dem Postweg an der Schule an.

Große Freude bei Schulleiter Volker Werker und seinen Kollegen: Dem Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) ist im ersten Anlauf die Auszeichnung „Schule der Zukunft“ verliehen worden – und als besonderes i-Tüpfelchen sofort die zweithöchste Auszeichnungsstufe. 2016 wurde die Idee geboren, sich für das Gütesiegel „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ zu bewerben. Diese Kampagne ist ein Angebot der für Schulen und Umwelt zuständigen Ministerien in Nordrhein-Westfalen. Sie dient der Verankerung von Bildung für Nachhaltigkeit in den Schulen.

Den Schwerpunkt der Bewerbung legte das GBG auf das Thema „Naturerleben“, denn dazu gab es im Vorfeld schon einige Projekte wie die Reaktivierung des schuleigenen Biotops, das Anlegen von Hochbeeten, den Bau des grünen Klassenzimmers und einer Kräuterspirale. Für eine erfolgreiche Bewerbung schuf das GBG „Naturerlebnistage“ als Herzstück der Kampagne. Seitdem galt es jedes Jahr spannende Fragen zu lösen, an denen über hundert Grundschüler teilnahmen, die bereits am GBG angemeldet waren. Ab Frühjahr trafen sie sich jeweils ein Mal pro Woche. Das Besondere: Das Projekt wurde von Schülern der Jahrgangsstufe fünf selbstständig geplant und durchgeführt.

Ab Januar wurden acht Stationen vorbereitet, an denen die künftigen Schüler des GBGs mittels Spielen die Natur möglichst hautnah erleben. Petra Samusch, Oberstudienrätin für Biologie und Deutsch, beaufsichtigte das Ganze und war immer sehr zufrieden mit dem Engagement der Schüler und der kreativen Umsetzung ihrer Ideen. Im vergangenen Jahr wurde mit der „Rinne der Sauberkeit“ beispielsweise eine eigene Kläranlage gebaut, Baumarten durch das richtige Zuordnen der Früchte bestimmt oder Pflanzen wie Petersilie, Schnittlauch und Kresse gezüchtet.

Im Januar erhielt das GBG eine Einladung zur Auszeichnungsfeier. Coronabedingt musste die für September geplante Feier in Neuss abgesagt werden. Nun kamen kurz vor den Herbstferien auf dem Postweg Siegel, Fahne und Urkunde an. Und zur großen Überraschung enthält die Urkunde den Hinweis, dass der Schule die zweithöchste und viel seltenere Auszeichnung einer „Schule der Zukunft“ verliehen wird. „Das liegt an der festen Etablierung der Naturerlebnistage über mehrere Jahre“, erklärt Petra Samusch.

Im vergangenen September war bereits das Albert-Einstein-Gymnasium, die Partnerschule des GBG, als Schule der Zukunft ausgezeichnet worden. Schüler hatten sich im Zuge der „Einsteinstunde“ um Artenschutz und Artenvielfalt bemüht.