Kaarst: Gemeinsames Singen für den Frieden

Zwei Jahre nach Anschlag in Berlin : Kaarster singen für den Frieden

Am Tag vor Heiligabend versammeln sich die Bürger auf dem Rathausplatz.

Der Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 hat ganz Deutschland schockiert. Ein Attentäter fuhr mit einem Lkw in eine Menschenmenge, es gab zwölf Tote und 55 Verletzte. Die Erinnerungen an diese schreckliche Tat kommt in diesen Tagen wieder hoch.

So auch bei Wolfgang Weber und Dieter Böttcher. Die beiden Kaarster Kantoren haben nur wenige Tage nach dem Anschlag in Berlin zum ersten Friedenssingen auf dem Rathausplatz gerufen. Die Idee war es, dem Wunsch nach Frieden eine Stimme zu geben. „Eine Stimme? Nein, viele Stimmen, Ihre Stimmen“, sagt Wolfgang Weber. So war die Idee zum „Singen für den Frieden bei uns und in der Welt“ geboren. Am kommenden Sonntag ab 18 Uhr findet die Veranstaltung zum dritten Mal statt. Und wer in den vergangenen Jahren dort war, war begeistert. Der Rathausplatz füllte sich von Minute zu Minute immer mehr, die Menschen kamen, um gemeinsam für den Frieden zu singen. „Es ist ein stimmungsvoller Abend, der sich wachsender Beliebtheit und Resonanz erfreut: letztes Jahr fanden sich rund 400 Sänger auf dem Rathausplatz ein“, so Weber. Im ersten Jahr waren „nur“ 50 Bürger da, 2017 kamen schon achtmal so viele Menschen.

Die Leiterin der Musikschule Vorst, Johanna Heinen-Abilgaard, wird als Gesangssolistin dabei sein, Susanna Weber wird einige kurze Weihnachts- und Friedensgedichte lesen, Karl-Heinz Kunnicki wird auf der Gitarre und Robert Deing auf der Trompete begleiten. Gesungen werden klassische Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“, „Macht hoch die Tür“ oder „We wish you a merry christmas“, aber auch Klassiker wie „Sailing“ von Rod Stewart. Damit auch alle Gäste mitsingen können, werden auf dem Rathausplatz Liederhefte verteilt. Die Atmosphäre wird durch viele kleine Lichter, durch das Publikum gereicht werden, besonders. „Wir laden alle Kaarster herzlich ein, dabei zu sein und mitzusingen, um dem Wunsch nach Frieden vielstimmig Gehör zu verschaffen“, heißt es seitens der beiden Kantoren.

(NGZ)