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Kaarst: Gelungener Konzertauftakt nach Corona

Corona-Pause beendet : Gelungener Konzertauftakt nach Corona

Das Duisburger Mercator-Ensemble beendete die musikalische Zwangspause in Sankt Martinus. Rund 40 Zuhörer waren in die katholische Kirche gekommen und lauschten den Klängen des Streich-Quartetts.

Das erste Konzert in Sankt Martinus nach der coronabedingten Zwangspause war ein stimmungsvoller Auftakt mit Trostcharakter: Das vierköpfige Duisburger Mercator-Ensemble musizierte gemeinsam mit Kantorin Annika Monz an der Orgel respektive Cembalo und Gisela Hellrung, Solo-Oboeistin der Düsseldorfer Symphoniker. Gisela Hellrung und Annika Monz eröffneten den Nachmittag mit den weltberühmten Klängen der „Cantilene“ aus der Orgelsonate Nummer 11 von Josef Gabriel Rheinberger. Die gefühlvolle Umsetzung schuf den passenden Auftakt für das einstündige Hörvergnügen.

In seiner anschließenden Begrüßung wies Roman Friedrich als neuer Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Kirchenmusik an Sankt Martinus als Veranstalter darauf hin, dass das Ganze eigentlich schon im März stattfinden sollte – aber alle Planungen für 2020 mussten zunächst abgesagt werden. Umso größer war seine Freude über das Konzert, das unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln in der weitläufigen Sankt Martinus Kirche anstatt in der wesentlich kleineren Alt Sankt Martin Kirche stattfand.

Vierzig Zuhörer erlebten das vierköpfige Streicherensemble, bestehend aus Vassili Voronin (Violine) – eingesprungen für den erkrankten Matthias Bruns – Peter Bonk (Violine), Yuri Bondarev (Viola) und Hanno Fellermann am Kontrabrass als eine perfekt harmonisierende Musikergemeinschaft. Das überraschende Klangerlebnis beruhte auf der Besetzung durch den Kontrabrass anstatt eines Cellos – das Quartett entführte mit dem „Divertimenti“ KV 136 von Wolfgang Amadeus Mozart in eine Welt voller tänzerischer leichter Momente und zeigte seine ganze Klasse. Mozarts einziges Oboenkonzert, begleitet von drei Streichern (Violine, Viola und Kontrabrass) verblüffte mit vielfältigen Tonkaskaden, die Gisela Hellrung mühelos bewältigte: „Stellen Sie sich vor, eine überkandidelte Sopranistin vor sich zu haben“, beschrieb sie die dramatischen und humoristischen Elemente, die sie ihrem Instrument entlockte. Alle Beteiligten überzeugten noch einmal gemeinsam beim Oboenkonzert in C-Dur von Antonio Vivaldi. Es war ein hochvirtuoses Stück für die Oboe und wurde zum wiederholten Mal glänzend vorgetragen. Die Zuhörer in der Kirche applaudierten begeistert für die Klänge des Streichensembles.