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Kaarst: Gartenhaus-Brand greift auf Lagerhalle und Bürogebäude über

Großeinsatz für die Feuerwehr : Gartenhaus-Brand greift auf Lagerhalle und Bürogebäude über

Die Feuerwehr war am Samstag in Büttgen besonders gefordert. Hilfe gab es auch aus umliegenden Kommunen.

Mehr als 50 Kräfte, teils aus umliegenden Kommunen, eine schwer zugängliche Einsatzstelle, Nachlöscharbeiten bis 4 Uhr morgens. Die Feuerwehr Kaarst musste am Samstag um 16.46 Uhr zu einem Brand an die Driescher Straße im Stadtteil Büttgen ausrücken. Ein brennendes Gartenhaus wurde als Einsatzgrund angegeben. Wie die Feuerwehr mitteilte, war bereits bei der Anfahrt eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Umgehend wurde Vollalarm für die Feuerwehr Kaarst gegeben. Nach ersten Erkundungen hatte das brennende Gartenhaus auf eine Lagerhalle mit unbekannter Brandlast übergegriffen. Im Laufe des Einsatzes griff das Feuer auf ein angrenzendes Büro- und Geschäftshaus über. Glücklicherweise befanden sich keine Personen im Bereich, so dass umgehend mit den Löschmaßnahmen begonnen werden konnte. Verletzt wurde nach Angaben eines Feuerwehrsprechers niemand. Unterstützung erhielt die Feuerwehr aufgrund des personalintensiven Einsatzes durch überörtliche Kräfte der Feuerwehren Neuss, Korschenbroich, Meerbusch und Willich. Weiterhin stellte die Feuerwehr Grevenbroich einen Abrollcontainer Atemschutz zur Verfügung. Es befanden sich zudem ein B-Rohr sowie sieben C-Rohre im Einsatz.

Die Einsatzleitung wurde durch das Drohnen-Team der Feuerwehr Neuss mit Luftbildern unterstützt. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde über die Warn-App NINA die Bevölkerung gewarnt. Weiterhin wurde die Deutsche Bahn sowie die Flugsicherung Düsseldorf über die Sichtbehinderung informiert. Der Innenstadtbereich wurde für den Verkehr großflächig gesperrt. Die Sachlage war für die Einsatzkräfte schwierig. „Die Objekte waren schwer zugänglich“, teilte Feuerwehrsprecher Stefan Breitfeld auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Mit den Nachlöscharbeiten sollten seine Kollegen noch bis Sonntagmorgen um 4 Uhr beschäftigt sein. Unterstützung gab es zwischenzeitlich auch vom THW, das mit einem Statiker anrückte. Aufgrund der Dauer des Einsatzes richtete das DRK Kaarst-Büttgen am Einsatzort einen Ruhe- und Erholungsbereich für die Helfer ein. Hilfe aus Neuss gab es vom Aufklärungsteam „Drohne“ des Löschzuges Holzheim.  Das verfügt über ein rund 5000 Euro teures technisches Hilfsmittel, das nicht nur Bilder und Videos in der Auflösung 4K macht, sondern auch eine Wärmebild- und Nachtsichtkamera besitzt. Das Spezialteam war jedoch zunächst bei einem Lagerhallenbrand in der Neusser Innenstadt gefordert, bevor es sich schließlich auf den Weg nach Kaarst machte.