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Kaarst: Förderung für Jugendverbände beschlossen

Hilfen für Kaarster Jugendliche : Förderung für Jugendverbände beschlossen

Acht Jugendverbände werden mit 12.569 Euro unterstützt, drei gehen leer aus. Zwar hat die KJG St. Martinus derzeit keine Mitglieder mehr, allerdings stellt sie sich neu auf. Dort findet ein Generationswechsel statt.

Der Jugendhilfeausschuss hat einstimmig die Förderung der anerkannten und in Kaarst aktiven Jugendverbände beschlossen. Insgesamt wurden 12.569 Euro vergeben. Die jeweilige Fördersumme setzt sich zusammen aus einem Sockelbetrag von jeweils 400 Euro und einem Zuschuss von neun Euro pro Mitglied.

Der Stadtjugendring bekommt für seine Arbeit einen Euro je Mitglied – aktuell gehören den Verbänden 1041 Mitglieder an, im vergangenen Jahr waren es 1058 gewesen und in 2018 1030. Drei Verbände gehen leer aus, weil sie derzeit keine Mitglieder gemeldet haben. Betroffen sind das Jugend-Rote-Kreuz und die Katholische Junge Gemeinde St. Aldegundis und St. Martinus. Während das Jugend-Rote-Kreuz im Jahr 2017 noch 40 Mitglieder hatte und die KJG 47, ist die KJG St. Aldegundis schon seit längerer Zeit ganz ohne Mitglieder.

Der neue Vorsitzende des Stadtjugendrings, Jochen Hotstegs (31), hatte gute Neuigkeiten: „Die KJG St. Martinus stellt sich gerade neu auf.“ Dort habe ein Generationenwechsel stattgefunden. Zurzeit werden acht in der Stadt Kaarst aktive Jugendverbände unterstützt. Der kleinste davon ist die Jugendfeuerwehr mit derzeit 41 Mitgliedern, der größte die Evangelische Jugend Kaarst mit stolzen 377 Mitgliedern. Die Jungschützen aus Büttgen, Holzbüttgen und Vorst stellen gemeinsam 289 Mitglieder – 2017 waren es 297: Es ist also immer noch attraktiv für junge Leute, sich einer Bruderschaft anzuschließen. Dass die Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinden Zukunft hat, machen die Holzbüttger deutlich: Die dortige Katholische Junge Gemeinde hat 106 Mitglieder und damit 21 mehr als noch vor einem Jahr. Nach der Evangelischen Jugend Kaarst und den Vorster Jungschützen ist die Pfadfinderschaft Kaarst aktuell der drittgrößte anerkannte Jugendverband.

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Um die Zuschüsse zu erhalten, müssen die Verbände entsprechende Aktivitäten nachweisen. Im Schreiben der Pfadfinderschaft ist unter anderem von einer Jurtennacht in Neuss und einem Sommerlager in Schweden zu lesen. Regimentsschießen, das Schießen der ehemaligen Jungschützenkönige, ein Pokalschießen mit gemeinsamem Grillen waren Höhepunkte der Büttger Jungschützen. Besonders lang ist die Auflistung von Sozialarbeiterin Christiane Wünsche für die Evangelische Jugend in Kaarst: Töpferkurse, die Gruppe „Freitagshelden“, die Kindergruppe „Senfkorn“ sowie diverse Projekte für Kinder und Jugendliche in allen Bezirken sind nur eine Auswahl der Angebote. Die diversen Tätigkeitsberichte machten deutlich, dass die 12.569 Euro für die acht Verbände und die 1041 Euro für den Stadtjugendring gut angelegtes Geld sind.