Kaarst: Fluglärmgegner befragen NRW-Parteien

Fragen vor der Landtagswahl : Kaarster Fluglärmgegner befragen NRW-Parteien

Der Verein Kaarster gegen Fluglärm hat die im nordrhein-westfälischen Landtag vertretenen Parteien gebeten, darzulegen, was sie konkret unternehmen werden, wenn sie am kommenden Sonntag, 14. Mai, politische Verantwortung übertragen bekommen.

So wurde etwa nach konkret geplanten Maßnahmen der Parteien gefragt, um die Menschen im Umkreis des Flughafens Düsseldorf besser vor Lärm und Schadstoffen zu schützen, teilt der Verein mit. Weitere Fragen hätten auf die Zukunft der Regionalflughäfen, die Entwicklung eines Luftverkehrskonzepts und eine Verbesserung der Kooperation der Flughäfen gezielt. Der Verein habe zudem wissen wollen, ob sich die Parteien für eine Verbesserung des Schutzes gegen Fluglärm durch Änderung der bundesgesetzlichen Rechtsgrundlagen einsetzen werden. Die Positionen der Parteien haben geben die Fluglärmgegner zusammenfassend wieder. So hätten Bündnis90/Die Grünen und Die Piraten sehr konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes vor Fluglärm vorgestellt.

"Ihre Positionen, insbesondere für ein Nachtflugverbot von 22 bis sechs Uhr decken sich mit den Forderungen unseres Vereins", erklärt der Vorsitzende des Vereins Kaarster gegen Fluglärm, Werner Kindsmüller. Weiter sagt er: "Erfreulicherweise spricht sich auch die CDU für eine Reduzierung des Fluglärms und eine Verbesserung des Lärmschutzes aus. Dagegen spricht sich die FDP gegen Beschränkungen der Nachtflugerlaubnis aus und sieht sogar einen Wettbewerbsnachteil durch bestehende restriktive Betriebszeiten. Allgemeingehalten und unkonkret sind hingegen die Antworten der SPD."

Eine Aktualisierung des Luftverkehrskonzepts werde von allen Parteien für erforderlich gehalten. CDU, Bündnis90/Die Grünen, SPD und Piraten würden im Unterschied zur FDP die Bedeutung der Regionalflughäfen betonen. Die Überprüfung der Grenzwerte zum Schutz gegen Fluglärm werde von CDU, Bündnis90/Die Grünen und Piraten unterstützt. Dagegen lehne die SPD eine Ausrichtung der Lärmgrenzwerte am Schutz der Gesundheit ab.

(NGZ)
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