Fluglärm-Gegner in Kaarst Gegner wollen Neuvergabe von Flugrechten stoppen

Kaarst · Nach der Pleite der Fluggesellschaft Germania fordert der Verein „Kaarster gegen Fluglärm“, die freigewordenen Slots am Flughafen Düsseldorf nicht neu zu vergeben. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen Laudamotion, die Eigentum von Ryanair ist, gefordert, die Flugrechte von Germania übernehmen zu dürfen.

Doch darin sieht Werner Kindsmüller, Vorsitzender des Vereins, eine Gefährdung für den Flughafen Weeze. „Ryanair hat bereits angekündigt, im Sommer 40 Prozent weniger Plätze in Weeze anzubieten. Zusätzliche Slots in Düsseldorf würden den Regionalflughafen möglicherweise in seiner Existenz gefährden“, sagt er.

Eine Einbehaltung der Slots würde sich auch positiv auf die Nachtruhe auswirken. „Angesichts der 2436 Landungen außerhalb der Betriebszeiten im vergangenen Jahr besteht nun dazu die Chance“, sagt Werner Kindsmüller.

Der Flughafen Düsseldorf teilte mit, dass Laudamotion die Basis in Düsseldorf weiter ausbauen will. Dazu setzt die österreichische Airline erstmals planmäßig einen neuen Airbus A320 in der Landeshauptstadt NRWs ein. „Es ist kein Geheimnis, dass Laudamotion einen der beiden frei gewordenen ‚Home Base Carrrier-Status’ nutzen möchte. Dafür ist es Voraussetzung, dass Laudamotion einen Wartungsstützpunkt für die Maschinen in Düsseldorf einrichtet und das Verkehrsministerium diesen Status zuerkennt, der unter anderem auch Landungen bis Mitternacht und ab 5 Uhr ohne Genehmigung und Begründung erlaubt“, sagt Kindsmüller auf Nachfrage: „Wir befinden uns gerade in einem großen Monopoly-Spiel, und es geht dabei um strategische Weichenstellungen.“

(seeg)