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Kaarst: Fluglärm-Gegner stellen Forderungen an Hendrik Wüst

„Kaarster gegen Fluglärm“ schreiben an NRW-Minister : Wüst soll Millionenhilfe mit Strukturwandel verbinden

In einem gemeinsamen Brief haben sich die neun Initiativen gegen Fluglärm im Umfeld des Flughafens Düsseldorf an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gewandt und ihn aufgefordert, im Zusammenhang mit der Bürgschaft für den 250-Millionen-Kredit Maßnahmen festzulegen, um den Strukturwandel im Luftverkehr anwohnerfreundlich zu gestalten.

„Wir vertreten die Auffassung, dass es Zweck einer staatlichen Unterstützung sein sollte, den Strukturwandel des Luftverkehrs zu begleiten und nicht ihn aufzuhalten“, heißt es unter anderem in dem Schreiben.

Wie der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“, Werner Kindsmüller, erläutert, biete das Schrumpfen der Märkte im Luftverkehr die Chance, die Anwohner besser zu schützen. Der Minister solle deshalb nicht an inzwischen unrealistischen Wachstumszielen des Flughafens festhalten, sondern die finanzielle Hilfe nutzen, um den erforderlichen Anpassungsprozess an schrumpfende Märkte sozial und ökologisch verträglich zu gestalten.

Konkret erwarten die Bürgerinitiativen, dass der Erweiterungsplan des Flughafens endlich aufgegeben oder vom Verkehrsminister abgelehnt werde. Zudem kritisieren sie, dass die vorgesehene Anhebung der Landegebühren mit Rücksicht auf die Branche bis auf Weiteres aufgeschoben ist. Dazu sagt Werner Kindsmüller: „Der erforderliche Strukturwandel darf nicht weiterhin zulasten der Anwohner und des Klimas durch ein Entgegenkommen zugunsten der Fluggesellschaften aufgehalten werden.“

Der Strukturwandel in der Luftverkehrswirtschaft soll nach Vorstellungen der Initiativen ebenfalls genutzt werden, um den Schutz der Nachtruhe der Bürger zu verbessern. „Um 22 Uhr muss Schluss sein,“ fordern sie vom Minister. Zudem erwarten sie, dass Hendrik Wüst die Staatshilfe nutzt, um auf eine konsequente Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene zu drängen.

(NGZ)