Kaarst: Feuerwehr spendet Schläuche für Krefelder Affen

Feuerwehr Kaarst : Schläuche für Krefelder Gorillas

Silberrücken Kidogo spielt mit einem zusammengebastelten Schlauch im „Gorilla Garten“ im Krefelder Zoo. Der Schlauch, mit dem er sich die Zeit vertreibt, kommt aus Kaarst.

Besser gesagt von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. „Anfang April haben wir von einer ehrenamtlichen Helferin des Krefelder Zoos eine Anfrage erhalten, ob wir nicht noch Schläuche übrig hätten. Diese würden nicht so schnell kaputt gehen und wären daher gut geeignet für die Affen, die sich daran hängen oder damit spielen können“, sagt Feuerwehr-Sprecher Andreas Kalla auf Nachfrage. Und da die Feuerwehr immer mal wieder Schläuche ausrangiert, die den Vorgaben in Sachen Wasserdruck nicht mehr standhalten, durfte sich Claudia von Goessel im Lager der Feuerwehr bedienen. „Wir würden die Schläuche sonst wegwerfen. Da ist es doch schön, wenn die einen Ehrenamtler anderen Ehrenamtlern helfen können“, sagt Kalla. Insgesamt sechs Schläuche nahm die Ehrenamtlerin mit nach Krefeld.

Claudia von Goessel arbeitet im Krefelder Zoo mit Christine Peter, Deutschlands einziger Fachkraft für Tierbeschäftigung, zusammen. „Wir basteln mit ihr aus Feuerwehrschläuchen Dinge, um die Tiere zu beschäftigen“, sagt von Goessel. Neben den Affen werden auch die Erdmännchen mit Gebasteltem versorgt. Seit rund einem Jahr treffen sich die sechs Ehrenamtler einmal im Monat und denken sich Sachen aus, die man aus Feuerwehrschläuchen basteln kann, oder erfüllen spezielle Wünsche der Pfleger. Und die umfunktionierten Schläuche kommen bei den Affen gut an. „Neue Beschäftigung macht neugierig und wird gerne angenommen“, sagt Zoosprecherin Petra Schwinn.

Im Krefelder Zoo leben derzeit zwei Gruppen Flachland-Gorillas, die sich allerdings nicht begegnen. Mit dem Bau des „Gorilla Gartens“, der Platz für bis zu zehn Tiere bietet, möchte der Zoo an die guten Zuchterfolge der bedrohten Menschenaffen anknüpfen. Eröffnet wurde der 1200 Quadratmeter große „Gorilla Garten“ im Jahr 2012. Die Baukosten beliefen sich auf 2,3 Millionen Euro.

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