Kaarst: Feuerwache soll keine Containerlösung bleiben

Kaarst : Feuerwache muss erweitert werden

SPD und UWG akzeptieren Container nur als kurzfristige Übergangslösung.

Die Löschzugführung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kaarst hat derzeit kein eigenes Büro und nutzt Besprechungsräume als Arbeitsplatz. Das führt zwangsläufig zu Konflikten, wenn der Raum parallel gebraucht wird. Die Verwaltung ist sich des Platzmangels in der Feuerwache an der Neersener Straße bewusst und im Brandschutzbedarfsplan ist auch klar aufgezeigt, dass es eine Erweiterung besser gestern als heute geben muss.

Die SPD hat in einem Antrag an den Hauptausschuss noch einmal auf dieses Thema aufmerksam gemacht und fordert, dass weitere Büroflächen sowie Lagermöglichkeiten installiert werden. „Angesichts der Dringlichkeit sollen als Übergang Büro-Container aufgestellt werden, die nach dem Ausbau der Wache unverzüglich wieder entfernt werden“, heißt es in dem Antrag.

SPD-Vorsitzende Anneli Palmen unterstrich noch einmal ihr Anliegen. „Wir tun uns schwer, an dieser vergleichsweise neuen Feuerwache ein Provisorium zu installieren. Aber der Brandschutzbedarfsplan hat gezeigt, dass es ein dringendes Thema ist. Die Kräfte, die hier im Rathaus angesiedelt sind, müssen an der Feuerwache arbeiten können“, sagte Palmen. Die SPD würde sich mit den Büro-Containern anfreunden können, wenn parallel dazu ein Erweiterungsbau geplant werde. „Was wir nicht wollen, ist eine Container-Landschaft als Dauerlösung“, stellte Palmen klar.

Anja Rüdiger (UWG) würde ebenfalls ein dauerhaftes Provisorium ablehnen. „Es muss schnellstmöglich eine vernünftige Lösung gefunden werden“, sagt sie. Claude Köppe (Grüne) fordert einen konkreten Termin. In einem Verwaltungsvorschlag steht, dass ein „massiver Erweiterungsbau wesentlich mehr Planungszeit in Anspruch nimmt“ und zusammen mit der Feuerwehr ein Raumkonzept erarbeitet werde. „Wenn dieser Erweiterungsbau in einigen Jahren realisiert werden kann, sollen die Container wieder abgezogen werden“, heißt es weiter. Das kann Claude Köppe nicht nachvollziehen, sie fordert eine schnelle Umsetzung des Anbaus. „Das ist sonst heiße Luft“, so Köppe. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus erklärte: „Wir bauen im Moment an vielen Stellen und das kostet auch alles Geld. Die Feuerwehr braucht den Raum, aber lassen Sie uns jetzt hier keinen Zeitpunkt bestimmen, den wir immer wieder nach hinten schieben müssen.“ Lars Christoph (CDU) stößt ins gleiche Horn: „Wir haben im Moment so viele Baumaßnahmen laufen, dass es in den nächsten zwei, drei Jahren nicht klappen wird.“ Eine abschließende Beschlussfassung soll im Stadtrat am 26. September gefasst werden.

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