Kaarst: Kaarst feiert im Doppelpack

Kaarst : Kaarst feiert im Doppelpack

Die Kaarster hatten am Wochenende die Qual der Wahl, denn mit dem Maimarkt in der Stadtmitte und Kaarst Autal in Büttgen boten gleich zwei Veranstaltungen beste Unterhaltung für Jung und Alt.

Die Organisatoren von "Kaarst Autal" auf dem Rathausplatz Büttgen und dem Maimarkt in der Kaarster Stadtmitte traten im Vorfeld als Kollektiv auf. Sie wollten sich die Besucher nicht gegenseitig wegnehmen. Sie hofften, dass viele einen Muttertagsausflug zu beiden Veranstaltungen besuchten. Ob dies tatsächlich der Fall war, ließ sich kaum feststellen.

Bereits kurz nach der Eröffnung am Sonntagmittag füllte sich der Rathausplatz Büttgen mit Schaulustigen. Sie schlenderten um die Neuwagen, wagten einen Blick hinein und setzten sich zur Probe hinter das Steuer. Peter Wellen, Vorsitzender der IG Büttgen, hatte 17 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr gezählt. "Die Händler hatten noch ein paar Lücken entdeckt", erklärte Mitveranstalter Jochen Schumm. Autoverkäufer Dirk Scholz zeigte neben einem Luxuscabrio im Wert von über 120 000 Euro den Kaufinteressenten auch einen Gebrauchtwagen. Die Fragen der potenziellen Kunden drehten sich meist um Verbrauch und Schadstoffausstoß. "Bei der Ausstattung wird serienmäßig fast alles geboten. In dem Bereich sind selten Wünsche offen", sagte Scholz. Neben den polierten Neuwagen parkten auch Rennautos und Oldtimer, unter anderem ein militärgrüner Lloyd 600, ein "Bulli" T1 mit seiner berühmten geteilten Frontscheibe und ein feuerroter Ford Mustang. Die Marke Tesla, ein speziell entwickelter Roadster mit Elektromotor, hörten viele Besucher zum ersten Mal. Die Kinder begeisterte "Müller der Magier" mit Ballontieren und anderen Tricks. Zur Unterhaltung spielte die "Lutzemann Jatzkapelle" auf.

Gleich drei Plätze hatten die Veranstalter der ISG Kaarst-Mitte und der Werbegemeinschaft Rathausarkaden reserviert. Den Neumarkt vor dem Rathaus, den Innenhof des Maubiscentrums sowie die Parkplätze an der Maubisstraße. Die Händler boten an ihren Ständen Schmuck, Textilien und andere Dekorationen an. Erstmals eingebunden in ein Fest wurde der kleine See vor dem Rathaus. Der Bochumer Schiffsmodellbauclub ließ dort seine Boote fahren. Erich Kindermann ließ seinen "Optimist" zu Wasser. Der Ein-Master mit Großsegel und Fock nutzte den Wind zum Antrieb. Mit seiner Fernbedienung lenkte Kindermann das Ruder und die Segelwinde. "Ich habe in vierzig Jahren schon alles gebaut, was mit einer Fernbedienung gelenkt wird. Früher war es immer ein schöner Ausgleich zur Arbeit. Heute schätze ich die Gemeinschaft, die gegenseitige Hilfe im Verein", erzählte Erich Kindermann. Unter einem Zeltdach geschützt vor der Sonne gönnten sich die Besucher ein Glas Wein, Bowle oder Prossecco. Kinder tobten sich auf der Hüpfburg aus oder bewahrten ein ruhiges Händchen beim Minigolf.

(NGZ)