Kaarst: FDP zeigt bei Bürgermeisterkandidatur Unverständnis für die CDU

Ulrike Nienhaus verzichtet auf erneute Kandidatur : Parteien reagieren auf Nienhaus’ Kandidatur-Verzicht

Die Ankündigung von Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, bei der Kommunalwahl nicht mehr für das Amt zu kandidieren, stößt auch bei den Kaarster Parteien auf ein Echo. Während die SPD die Entscheidung als konsequent einstuft, zeigt die FDP Unverständnis für die CDU.

„Die CDU hat trotz der Zusage, die sie bei der Kommunalwahl 2014 gegeben hatte, dass Ulrike Nienhaus für mindestens zwei Wahlperioden antritt, nun nicht eingehalten“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Günter Kopp. Die FDP bedauert die „tiefe Spaltung der CDU, da diese gleichermaßen in die Bevölkerung und das gesellschaftliche Leben in dieser Stadt getragen wird“. Die Entscheidung von Nienhaus sei ein frühzeitiges Signal an die FDP gewesen, aktiv über einen eigenen Kandidaten nachzudenken. „Wir werden die Entscheidung, ob wir mit einer Bürgermeisterkandidatin antreten wollen, auf der Mitgliederversammlung am 25. Januar treffen“, heißt es. Die FDP begrüßt weiterhin die neutrale Haltung der Amtsinhaberin bei den Wahlen.

Auch die SPD gab eine Stellungnahme ab. „Nach der Nominierung von Lars Christoph ist die Entscheidung der amtierenden Bürgermeisterin, nicht mehr anzutreten, nur konsequent. Sie hat als CDU-Mitglied kaum damit rechnen können, durch andere Parteien unterstützt zu werden, zumal sie in ihrer Amtszeit nie den Eindruck der Überparteilichkeit hat erkennen lassen“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen.

Eckhart Rosemann, Vorsitzender der Linksfraktion, zeigt Verständnis für Nienhaus’ Reaktion, klagt aber ebenfalls die CDU an. „Mir gefällt die Art überhaupt nicht, wie im Vorfeld der Bürgermeisterwahl diskutiert wird. Allen sollte doch klar sein, dass das Amt des Bürgermeisters von allen Kaarster Bürgerinnen und Bürgern gewählt wird und nicht nur von den CDU-Mitgliedern“, sagt Rosemann: „Wir brauchen inhaltliche Auseinandersetzungen und keine Homestories.“. Wenn es nach ihm geht, wollen die Bürger wissen, wer für einen politischen Wandel steht.