Kaarst: Falsche Stecker machen Bodentanks im Ratssaal zu Stolperfallen

Clubräume in Kaarst saniert : Stecker zu groß – Bodentanks sind noch Stolperfallen

Die Sanierung des Clubraums 3 im Bürgerhaus der Stadt Kaarst sollte eigentlich zum 26. September abgeschlossen sein. Das war sie auch – abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, die noch ausgebessert werden müssen.

„Ich darf sie zu unserer ersten Stadtratssitzung in unserem frisch renovierten Clubraum begrüßen. Sie sehen, es ist noch nicht alles fertig, einige Sachen wie Bilder oder eine Uhr fehlen noch“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus bei ihrer Begrüßung. Kleinigkeiten also – bis auf die Stolperfallen am Boden. Denn die Bodentanks, in denen Daten- und Stromleitungen versenkt werden sollen, waren noch offen, der Deckel lag halb drauf. Der Grund: Es wurden zu große Stecker geliefert. Doch Stadtsprecher Peter Böttner geht davon aus, dass das „Problem“ bald schon behoben ist. „Die Stecker werden einfach getauscht, das ist für die Stadt kostenlos“, sagt er. Für private Verkabelungen wie Aufladegeräte fürs Handy oder das Tablet stehen zusätzlich Steckdosenleisten in den Tischen zur Verfügung.

Für die Sanierung der drei Clubräume waren erst 190.000 Euro vom Hauptausschuss freigegeben worden. Doch im August stellte die Stadt fest, dass die Maßnahmen teurer werden und hat die Freigabe von weiteren 30.000 Euro von der Politik gefordert und am Ende auch bewilligt bekommen. Der Grund für die Mehrkosten lag vor allem an der Elektronik. „Wir mussten viel mehr Kabel verlegen und den ganzen Boden aufreißen“, hatte die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart im August gesagt.

Anlass für die Sanierungsarbeiten war die Bereitstellung eines zweiten Rettungsweges, um das Gebäude im Notfall schneller evakuieren zu können. Bislang gab es nur im Ratssaal ganz oben eine Treppe, nun wurde eine zweite gebaut. Eine weitere Maßnahme war die Verbesserung der akustischen und klimatischen Situation. Bei der Ratssitzung im September wurde die neue Mikrofonanlage eingeweiht. Die Ratsmitglieder müssen nun nur noch verstehen, a) diese anzuschalten, wenn sie reden und b) nicht das Mikrofon „aufzuessen“. Dann versteht man sie auch viel besser.

Bis zur nächsten Ratssitzung am 12. Dezember – gleichzeitig die letzte des Jahres – sind wohl alle kleineren Fehler im Clubraum 3 behoben und die Sanierungsarbeiten endgültig abgeschlossen.

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