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Kaarst: Fahrradstreifen auf der Neusser Straße wird neu diskutiert

Neusser Straße in Kaarst : Fahrradstreifen wird neu diskutiert

Nachdem sich einige Ladeninhaber auf der Neusser Straße über den neu verlegten Fahrradstreifen beschwert haben und sich die Parkplätze vor ihren Geschäften zurückwünschen, soll das Thema erneut in den entsprechenden politischen Gremien diskutiert werden.

Die CDU hat sich die Situation vor Ort angeschaut und Gespräche mit den Gewerbetreibenden geführt. Sowohl die beiden Kiosk-Inhaber als auch der Apotheker auf der Friedensstraße, vor dessen Geschäft der Fahrradstreifen bereits Ende Juli 2019 angelegt worden war, berichten von massiven Einnahmeverlusten. „Es ist deutlich geworden, dass in diesem Bereich Nachsteuerungsbedarf gesehen wird“, erklärt CDU-Bürgermeisterkandidat Lars Christoph.

Die Christdemokraten haben einen Antrag an den Verkehrsausschuss am 24. Juni gestellt, in dem sie fordern, den Bereich umzugestalten und zwei bis drei Kurzzeitparkplätze einzurichten, wobei der Fahrradstreifen erhalten bleiben soll. Der Bürgersteig sei breit genug und biete Gestaltungsoptionen. Die anderen Fraktionen sollen ebenfalls Vorschläge machen, wie die Situation für die Gewerbetreibenden entspannt werden kann. „Gute Politik muss in der Lage sein, getroffene Entscheidungen auch zu hinterfragen und weiter zu verbessern“, sagt Christoph.

Für Uschi Baum, Bürgermeisterkandidatin der FDP, sind die Autofahrer in der Pflicht. Diese müssen gewillt sein, 50 Meter zu Fuß zu gehen, teilt sie mit. Wenn dieses Umdenken stattfindet, ist den Geschäftsleuten auch geholfen. Baum spricht sich für einen Vor-Ort-Termin mit den betroffenen Unternehmern, Radfahrern, Politik und der Stadt aus, um nach Lösungen zu suchen. „Wir stehen in Kaarst am Anfang des Weges, das Auto und die Fahrradfahrer gleichzustellen. Diesen sollten wir gemeinsam gehen und nicht die Karte Auto gegen Fahrrad spielen“, sagt Baum. Gleichzeitig sieht sie auch die Problematik der betroffenen Geschäfte. „Hier stehen Existenzen auf dem Spiel und darüber können wir nicht einfach hinwegsehen“, sagt sie: „Es müssen schnelle Lösungen her.“