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Kaarst: Erneuter Vandalismus an Bildstock

Denkmal in Kaarst beschädigt : Erneuter Vandalismus an Bildstock

Zum wiederholten Male haben Unbekannte an einem Denkmal in Kaarst randaliert. Der Fußball an der Kreuzung Alte Landwehr/Jungfernweg ist beschädigt worden. Einer der noch jungen Lindenbäume wurde abgeholzt.

Die Schäden am Bildstöckchen an der Alten Heerstraße sind gerade erst repariert, da tauchen an dem zweiten Denkmal ganz in der Nähe neue auf. Der Fußfall an der Kreuzung Alte Landwehr/Jungfernweg ist von Unbekannten beschädigt worden. Dieser Bildstock liegt Luftlinie nur ein paar hundert Meter weiter nördlich als das Denkmal auf der Alten Heerstraße. Einer der beiden noch jungen Lindenbäume wurde etwa kniehoch mit einem stumpfen Gegenstand einfach abgeholzt. „Wenn man sich die Bruchstelle anschaut, kann es keine Säge gewesen sein, eher eine Axt“, sagt Josef Johnen, dessen Mutter sich früher mit um den Bildstock an der Alten Heerstraße kümmerte. Johnen verurteilt den erneuten Vandalismus an einem Kaarster Denkmal aufs Schärfste. „Mit solchen Aktionen wird die Initiative der Ehrenamtler torpediert. Das finde ich unverschämt. Ich hoffe, diese Leute werden irgendwann geschnappt“, sagt er. Die Tat sei besonders verwerflich, da in unmittelbarer Nähe ein Hinweisschild auf ein Naherholungsgebiet steht. Der ursprüngliche Standort dieses Fußfalls war in der Nähe des heutigen ADAC-Übungsgeländes, wurde dann aber abgerissen und auf dem Feldweg an der Alten Landwehr aus den alten Steinen neu gebaut.

Der Polizei liegt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vor – diese ist allerdings bereits am 6. April eingegangen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Diane Drawe wurden Blumen aus dem Kübel entnommen und Holzpfähle aus dem Erdreich gerissen. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden, der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft Düsseldorf übergeben. In der Nacht von Mittwoch (27. Mai) auf Donnerstag wurden Anwohner durch das Abfeuern von Feuerwerksraketen aus dem Schlaf gerissen. Diese lagen am Tag nach dem Vorfall auf den umliegenden Feldern verstreut. In einer E-Mail einer Anwohnerin an die Feuerwehr, die unserer Redaktion vorliegt, heißt es, dass die Anwohner um 3.14 Uhr von den lauten Raketen geweckt worden seien. „Es ist zum Kotzen. Die einen klauen den Bauern Erdbeeren, die anderen verwüsten den Fußfall“, meint die Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte.

Ob es die gleichen Täter waren, die sich im Februar an dem zweiten Bildstock an der Alten Heerstraße zu schaffen gemacht hatten, ist nicht bekannt. Damals hatten Unbekannte an dem Denkmal an der Alten Heerstraße die Schutzgitter beschädigt. Diese erstrahlen durch die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer mittlerweile in neuem Glanz. Im Stadtteil Kaarst gibt es nur diese beiden Fußfälle. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden diese Fußfälle als kleine Gebetshäuser von den Bauernfamilien gestiftet und für eine gute Ernte gebetet.