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Kaarst: Durchbruch für Gewerbegebiet Commerhof in Sicht

Bebauungsplan geändert : Gewerbegebiet in Holzbüttgen - Durchbruch für Commerhof in Sicht

Die Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Commerhof ist auf Antrag von CDU und Grünen beschlossen worden. Dort soll neben einer Wohnbebauung ein Supermarkt hinkommen.

Das Thema „Commerhof“ ist fast schon ein Evergreen auf den Tagesordnungen des Planungsausschusses der letzten Jahre. Doch jetzt scheint es einen Durchbruch zu geben. CDU und Grüne legten einen Antrag vor, der einstimmig auf den Weg gebracht wurde. Die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans wurden einstimmig beschlossen und das Strukturkonzept kam gut an. Freuen können sich nicht nur Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, sondern alle Holzbüttgener und diejenigen, die im Gewerbegebiet arbeiten.

Ein Tagesordnungspunkt konnte gestrichen werden: Die Suche nach einem Standort für eine Kindertagesstätte hat sich durch den Antrag der Koalition erledigt. Diese hatte nämlich vorgeschlagen, im Plangebiet Commerhof eine fünfgruppige Einrichtung vorzusehen. Im nördlichen Teil des Bebauungsplans, der an die Siemensstraße stößt, ist Richtung Westen diese Kita vorgesehen. Es sollen auch Einfamilienhäuser gebaut werden, wichtig war den Antragstellern auch ein Mix aus Wohnbebauung für verschiedene Wohnformen, für Eigentums- und Mietwohnungen. Konkret sollen rund 30 Prozent der im Geschosswohnungsbau entstehenden Wohneinheiten mit öffentlicher Förderung errichtet werden und damit auch für Menschen mit einem geringen Einkommen erschwinglich sein. Außerdem wollen CDU und Grüne auf dem Plangebiet auch einen Supermarkt installieren. Von diesem zusätzlichen Einkaufsangebot könnten Bürger in Holzbüttgen profitieren, aber auch die Menschen, die in dem angrenzenden Industriegebiet arbeiten beziehungsweise einmal arbeiten werden.

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Der Vorsitzende des Planungsausschusses, Christian Gaumitz (Bündnis 90/Die Grünen) fasst zusammen: „Holzbüttgen würde damit von einem zusätzlichen Angebot an bezahlbarem Wohnraum, einem neuen Nahversorger sowie einer zusätzlichen Kita profitieren. Die Verkehrsströme innerorts würden durch die Lage minimal sein. Der Grünzug Commerhof könnte darüber hinaus endlich vom Bruchweg bis zur Siemensstraße ausgebaut werden und somit ein weiterer Baustein in der Nord-Süd-Achse für Fußgänger und Radfahrer sein.“ Der Bebauungsplan Commerhof ist geteilt: Im nördlichen Teil, der an die Straße Am Storkesfeld grenzt, müssen noch etliche Flächen erworben werden, während die Stadt im südlichen Bereich fast ausschließlich im Besitz der Flächen ist. Gaumitz hofft, dass mit den Bauarbeiten in 2023 begonnen werden kann.